Published on März 24th, 2015 | by J

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Faschistischer Lehrer an Berufskolleg in Bonn

Schülerinnen und Schüler des Robert-Wetzlar-Berufskollegs aus Bonn haben sich wegen eines Lehrers mit faschistischen Ansichten mit folgendem Offenen Brief an den Lehrer selber und an die Presse gewandt:

„… Für uns begann Anfang September alles mit einem Schock, als nämlich unser Mitschüler M. sie (den betreffenden Lehrer, Anm. d. Red.) bei der von führenden NPDlern und anderen Rechtsradikalen aufgesuchten ‚Buchmesse Zwischentag‘ in der Johannes-Henry-Straße 18 in Bonn entdeckte. Unser Mitschüler ist migrantischer Herkunft und setzt sich, nicht nur deswegen, gegen rassistische und faschistische Veranstaltungen und Umzüge ein. Dabei traf er Sie am 6. September 2014 an, auf der anderen Seite, in einer Art militärischer Uniform, in der Sie am Eingang ganz strammstanden und die ‚feinen Gäste‘ willkommen hießen. …

Die ‚Alte Breslauer Burschenschaft der Raczeks zu Bonn‘ (der Gastgeber der Buchmesse, Anm. d. Red.) ist nach übereinstimmenden Medienberichten der rechteste Teil des ohnehin schon rechten deutschlandweiten burschenschaftlichen Dachverbandes ‚Deutsche Burschenschaft‘ (‚DB‘)! Herr Ksyk: Mit Unterstützung des äußerst rechten Flügels dieser ‚DB‘, nämlich der ‚Burschenschaftlichen Gemeinschaft‘, haben Sie und Ihre ‚Raczeks‘-Brüder 2011 die gesamte ‚DB‘ aufgefordert, so etwas wie einen ‚Ariernachweis‘ einzuführen. …
Was aber dann passiert ist, stellt insbesondere die Schulleitung des Robert-Wetzlar-Berufskollegs in ein sehr schlechtes Licht, und Sie, Herrn Ksyk, in ein noch viel schlechteres. Nachdem unser Mitschüler seinen Sorgen nämlich Luft gemacht hatte, wurde er vor unsere Direktorin Frau Hufnagel zitiert. Gemeinschaftlich haben Sie sein couragiertes Auftreten gegenüber dem Politiklehrer als ‚Mobbing‘ bezeichnet und sinngemäß gesagt: ‚Wenn du das wieder machst, kannst du von der Schule fliegen!‘ – eine kaum verdeckte Drohung. …
(…) Politikunterricht geht mit Ihnen einfach nicht mehr. Wir sind zwar jung, aber nicht blöd.“

Der komplette Offene Brief kann hier gelesen werden!

 

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