Published on Februar 6th, 2015 | by J

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Katastrophen-Alarm! Ursachen, Ausmaß und Lösungen der globalen Umweltkrise!

Unter dieser Überschrift, lud AKAB (Antikapitalistische Aktion Bonn) zu ihrer monatlichen Veranstaltung ins Café Barricada ein. Im Mittelpunkt stand, die Ausmaße der drohenden globalen Umweltkatastrophe aufzuzeigen, Konsequenzen daraus zu ziehen und für den Sozialismus als gesellschaftliche Alternative zu werben. Als Grundlage ihres Vortrags stellten sie das Buch „Katastrophenalarm! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?“ von der MLPD vor und begrüßten uns vom REBELL aus Köln. Der Vortrag machte deutlich, wie mutwillige das internationale Finanzkapital, durch den Zwang nach maximal Profiten die Umwelt zerstört. Das wurde anhand der Nahrungsindustrie und der Energiegewinnung aufgezeigt. Es wurde auch deutlich, wie widersprüchlich dies doch ist, denn es sind heute alle technischen Möglichkeiten ausgereift in Einheit von Mensch und Natur zu produzieren. Nach dem Vortrag entbrannte eine Diskussion, was man den nun dagegen tun könnte. Viele stellten dar, dass man durch die individuelle Lebensweise die Umwelt nicht retten kann, sich höchstens vielleicht ein bisschen besser fühlt. Die These „wir sind nicht zu viele, wir sind zu dumm“ wurde kritisiert, denn es gibt eine massive Meinungsmanipulation weltweit. Von bezahlten Klimaskeptiker, bis zum Greenwashing der internationalen Monopole, von der Meinung, der Mensch sei das Problem bis zum Orientieren auf die individuelle Lebensweise. Kritisiert wurde auch die These, man müsste sich nicht genau mit der Strategie und der Profitgier der Monopole beschäftigen oder mit der Meinungsmanipulation durch die Massenmedien. Der Nachbar wüsste doch, dass Auto fahren schlecht ist. Doch so einfach ist das nicht. Wir stehen einen mächtigen Gegner gegenüber und um ihn zu besiegen, müssen wir wissen wie er agiert, geduldig mit restlos überzeugenden Argumenten Aufklärungsarbeit machen um eine ihm überlegene Macht zu schaffen. Wie wir denn jetzt wirklich eine Massenbewegung gegen die drohende Umweltkatastrophe aufbauen, darüber wurden wir uns noch nicht einig. Die einen sagten, man müsste die bestehenden Gesetze durch setzen. Ein Anderer schlug vor, durch das Vorleben in praktischen Beispielen den Menschen zu zeigen was möglich ist. Einer rief dazu auf, die Proteste zur EZB Eröffnung zu nutzen. Eine andere Genossin von AKAB stellte heraus, welche Macht das internationale Industrieproletariat gegenüber den Monopolen hat und warb dafür, vor allem die Arbeiter zu gewinnen. Sie selbst macht gerade Abitur und überlegt eine Ausbildung als Elektronikerin zu beginnen. Wir vom REBELL brachten ein, dass es wichtig ist, sich zu organisieren, im Visier das internationale Finanzkapital zu haben und die Mensch davon zu überzeugen, dass der Kampf für die Rettung der Umwelt heute einen gesellschaftsverändernden Charakter haben muss. Das bedeutet geduldige Überzeugungsarbeit. Wir kritisierten auch den Aktionismus, allein durch aufrüttelnde Aktionen die Menschen mobilisieren zu wollen. In Bonn im Café Barricada, entfaltete sich also eine Strategiediskussion. Wir von REBELL warben für das überparteiliche Pfingstjugendtreffen, auf dem es auch zur Umweltfrage eine Podiumsdiskussion geben wird. Die Genossen von AKAB überlegten, dafür einen Redebeitrag vor zu breiten.

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