Published on Januar 15th, 2015 | by J

0

Am Montag alle gegen Faschismus und Rassismus auf die Montagsdemo!

Korrespondenz aus Köln: Kögida- läuft nicht in Köln

Unter diesem Motto sahen gestern ca. 6500 (laut Polizei Angaben) Menschen es in ihrer Verantwortung, gegen Rassisten von Kögida zu demonstrieren. Nach der Schlappe vom Montag den 05.01., bei dem 12 000 Kölner gegen Kögida protestierten, hat es unter den Kögida Anhängern ganz schön gerappelt. Mit dem Rausschmiss von Melanie Dittmer („Es ist völlig unerheblich, ob es den Holocaust gegeben hat…“) bisherige Pressesprecherin, will sich „PegidaNRW“ nun ein sauberes Image verpassen. Der neue Sebstian Nobilé, zeigt wohl noch deutlicher die faschistischen Strukturen. Er war „Pro Köln/NRW“ und längere Zeit bei der „German Defence League“ aktiv. „PegidaNRW“ hat nun alle Aktivitäten in Köln und Bonn abgesagt und will sich nun wöchentlich in Düsseldorf konzentrieren. Unter der Führung von Melanie Dittmer und mit Unterstützung von „Pro Köln/NRW“ soll es nun von „Kögida“ immer Mittwochs eine Demonstration in Köln geben. Ein mickriger Haufen von 120 Leuten, unter anderem 40 von Hogesa, versammelten sich gestern vor dem Bahnhofsvorplatz. Bis kurz vor Beginn, war eine Demonstration verboten und wurde skandalöserweise in letzter Sekunde vom OLG doch möglich gemacht. Ca. 3000 Gegendemonstranten begleiteten die ganze Aktion vor Ort, aufgerufen vom Bündnis „Kein Veedel für Rassimus“ und „Köln gegen Rechts“. Die Pegida-Demonstration kam keine 300 Meter weit, wurde immer wieder unterbrochen, bis die Polizei sie abbrach, weil die Sicherheit nicht mehr gegeben war. Gleichzeitig folgten 3000 Demonstranten dem Aufruf der Bündnis „Köln stellt sich Quer“ unter dem Motto „Wir sind alle Charlie – Für Freiheit und Vielfalt“ zu einer Kundgebung am Appelhofplatz, die dann nach ihrer Kundgebung mit einem Trauerzug zur Abschlusskundgebung von Kögida zogen und sich beide Demonstrationen vereinten. Jetzt schon steht für viele Kölner fest, nächste Woche kommen wir wieder! Rassisten und Faschisten haben in Köln keinen Platz!

Auch am Sonntag gegen Faschismus und Rassismus auf die Straße!:

Das Essener Bündnis gegen Rassismus und Rechtsradikalismus „Essen stellt sich quer“ ruft für diesen Sonntag, 18.01.2015 zu einer Demonstration und Kundgebung gegen HoGeSa (Hooligans gegen Salafisten) nach Essen auf. Auftakt ist um 11:30 Uhr an der Marktkirche/Porschekanzel.

Wir dokumentieren Beiträge von rf-news.de:

12.01.15
Pegida: Von Beginn an rassistisch und faschistisch

Von Beginn an haben sich zentrale Aktivisten der rassistischen „Pegida“ übelster rassistischer Hetze und Hitlerparolen bedient. Das geht aus Protokollen einer internen Facebook-Diskussion hervor, in die „DER SPIEGEL“ Einblick nehmen konnte.

Ein Thomas Tallacker, Mitglied im „Pegida“-Organisationsteam, hetzte bereits im Sommer 2013 auf „Facebook“ gegen Asylbewerber. Wie die internen „Facebook“-Diskussionen zeigen, stritt die Gruppe in der Anfangszeit über ihren Namen. Ursprünglich sollte „Pegida“ „Friedliche Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ heißen. Damit waren manche unzufrieden. Einer kritisierte: „Ich finde den Namen viel zu nett und gutmenschenfraktionskompatibel. Haben wir das nötig?? Warum muss unbedingt friedliebend rein? Europäer? Ich bin deutscher… NATIONAL ist das Wort.“

Französische und frankophone Karikaturisten haben sich in einem Flugblatt energisch dagegen verwahrt, dass „Pegida“ sich Trauer um die ermordeten Kollegen von Charlie-Hebdo anmaßt. „Wir lehnen es ab, dass Pegida das Gedenken an unsere Kollegen vereinnahmen will“, sagte ein Mitorganisator und Sprecher der Aktion der „Deutschen Presse-Agentur“.

In zahlreichen deutschen Städten, darunter in Dresden, Stuttgart, Frankfurt und München, wird es heute Abend große antifaschistische Kundgebungen und Demonstrationen geben.

13.01.15
100.000 Menschen gegen „Pegida“ auf der Straße

Gestern nahmen insgesamt 100.000 Menschen in zahlreichen Städten an Demonstrationen gegen die rassistische „Pegida“-Bewegung teil. Das war die größte antifaschistische, antirassistische Manifestation in Deutschland seit Jahren.

Nur in Dresden gingen erneut mehrere Tausend „Pegida“-Anhänger auf die Straße. Nur dank der Polizei konnten sie die Blockaden von „Dresden Nazifrei“ passieren.

Mit dem gestrigen Tag ist der Nimbus „aus der Mitte der Gesellschaft“ ebenso gescheitert wie der Versuch „Pegida“ in anderen Städten zu etablieren. 30.000 Menschen übertönten wenige Hundert „Pegida“-Anhänger in Leipzig

Aus Düsseldorf berichten die Korrespondenten von einem „Menschenmeer gegen den rassistischen Dügida-Aufzug“:

„7000 – 8000 Menschen demonstrierten gegen 300 „Dügida“- Figuren, die von den Menschenmassen regelrecht eingekeilt waren. Zwei Bündnisse demonstrierten gegen die „Dügida“-Rassisten. Der bürgerliche ‚Düsseldorfer Appell‘ mit SPD, Grünen, FDP, den wichtigsten Düsseldorfer Religionsgemeinschaften, Künstlern, Vereinen und Verbänden sowie den Gewerkschaften. Dieses Bündnis versammelte fast 4.000 Menschen in der Friedrich-Ebert-Strasse nahe dem DGB-Haus.

Das linke Bündnis ‚Düsseldorf stellt sich quer‘ mit über 50 beteiligten Organisationen, darunter auch die Linkspartei, ihr Jugendverband Solid, DKP, Antifa, VVN, viele Migrantenorganisationen stellte sich direkt dem Aufzug der Rassisten beim Hauptbahnhof entgegen und sammelte sich im Verlauf der von den ‚Dügida‘-Leuten geplanten Marschroute an zwei weiteren Punkten. Es brachte mindestens weitere 3.000 Menschen auf die Straße. Ihnen ist es zu verdanken, dass ‚Dügida‘ lange Zeit nicht loslaufen konnte, da der Zugang zu ‚Dügida‘ blockiert wurde.

Hinter dem Hauptbahnhof schützte eine Mauer massiv gerüsteter Polizisten das verlorene Häuflein der ‚Dügida‘-Leute. Die Demonstrationen waren ein eindrucksvolles Zeugnis des wachen antifaschistischen Bewusstseins der Masse der Menschen, durchdrungen von internationalistischen Gefühlen. Inmitten der Menge des ‚Düsseldorfer Appells‘ veranstaltete die Montagsdemo Düsseldorf ihr offenes Mikrofon, das von vielen Demoteilnehmern gerne genutzt wurde. Es waren Menschen auf der Straße, die noch nie oder seit vielen Jahren nicht mehr demonstriert hatten. Auch die MLPD beteiligte sich mit Beiträgen am offenen Mikro, trat mit der RF-Nummer zur rassistischen ‚Pegida‘ auf und sammelte Spenden für Rojava.“

Tags: ,


About the Author



Comments are closed.

Back to Top ↑