Published on September 10th, 2014 | by J

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NPD-“Sommerfest“ in Rottenbach: 20 Nazis, 50 Antifaschisten

Rottenbach liegt in Oberfranken an der Grenze zu Thüringen, ganz in der Nähe von Eisfeld/Truckenthal. Der Sohn des ersten NSDAP-Bürgermeisters in Deutschland (in Coburg) besitzt dort ein Grundstück. Offenbar hat der Sohn nichts aus den Taten seines Vaters gelernt – er stellt sein Grundstück regelmäßig für Aktivitäten der NPD zur Verfügung. Die NPD lud nun am Samstag, den 6. September zu einem „Sommerfest“ ein. Offenbar hat die NPD aber nicht viele Freunde, denn eine halbe Stunde nachdem das „Fest“ beginnen sollte, waren gerade mal 10 PKW angereist. Gekommen sind aber ca. 50 Antifaschisten, vor allem aus der Region, die einen antifaschistischen Protest-Spaziergang durch Rottenbach organisierten.
MLPD und REBELL waren selbstverständlich dabei. Als der Spaziergang auf Höhe des Geländes war, wurde laut „Nazis Raus“ gerufen und der REBELL-Vertreter attackierte am Mikrophon die Faschisten und wies auf das Potsdamer Abkommen hin, nach dem man solche Veranstaltungen jederzeit untersagen könnte. Ein älterer Faschist wollte provozieren, in dem er sich dem antifaschistischen Spaziergang mit einer Kettensäge näherte, die er laut aufheulen ließ. Die ca. 70 anwesenden Polizisten unternahmen nichts gegen diese eindeutige Provokation. Auf der Abschlusskundgebung sprach neben einem SPD-Landrat, dem örtlichen Bürgermeister, einem DGB-Sprecher auch der REBELL, der die sofortige konsequente Anwendung des Artikels 139 Grundgesetz, also die Umsetzung des Potsdamer Abkommens forderte, nachdem in Deutschland alle faschistischen Organisationen sofort verboten werden müssen – dem wurde mit Applaus zugestimmt. Diskutiert wurde viel über die Rolle der Faschisten, warum sie nicht endlich verboten werden und ob sie wirklich die Kettenhunde des Kapitals sind oder nur „durchgeknallte Spinner“.
Einigen stellten wir auch das Buch „Katastrophenalarm – was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur“ vor, schließlich sind es die selben Gegner, die unsere Umwelt zerstören und dann faschistische Terrorgruppen gegen die Umweltbewegung einsetzen, wie in Kolumbien.
Das „Sommerfest“ wurde für die NPD also eher zum deprimierenden Trauerspiel.

Keinen Fußbreit den Faschisten!

Für das sofortige Verbot aller faschistischen Organisationen!

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