Published on September 8th, 2014 | by J

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Mitten im Herzen Afrikas: Die Kongo-Solidaritätsbrigade ist erfolgreich gestartet

39 Gepäckstücke standen im ganzen Raum herum verteilt, als sich die 13-köpfige Solidaritätsbrigade des REBELL zu letzten Vorbereitungen traf, um gemeinsam auf die Reise zu gehen: In den Kongo! Ein Land mitten in Zentralafrika, fast sieben Mal so groß wie Deutschland, die „grüne Lunge“ Afrikas mit seinem Regenwald und einer langen Geschichte von Ausbeutung, Unterdrückung und Befreiungskampf.

Jeder füllte seine Koffer und Rucksäcke zusätzlich zu seiner Kleidung mit 20 kg Werkzeug und Sachspenden, die gesammelt wurden, um im Kongo den Ngenyi-Verein beim weiteren Bau ihres Volksbildungszentrums zu unterstützen.

So stiegen wir nach einer kurzen Nacht voller Vorfreude auf vier spannende Wochen in den Flieger, überquerten Frankreich, Algerien, Niger, Nigeria und Kamerun — bis wir schließlich in Kinshasa angekommen sind. Die Hauptstadt hat 9 Millionen Einwohner. Dort wurden wir von Roger Kalala vom Kongress der Fortschrittskräfte für Befreiung (CPL) und Jamie, einem 20-jährigen Mitglied des kongolesischen demokratischen Jugendverbandes Ligue de la Jeunesse Democratique (LJD) begrüßt. Der Transport unserer Koffer war eine logistische Herausforderung, die aber von unseren kongolesischen Freunden gut vorbereitet war.

In einem Restaurant in der Nähe unserer Unterkunft konnten wir uns austauschen, etwas über die Lebenssituation der Kongolesen erfahren und die ersten Fragen stellen. Thema war natürlich auch die aktuelle Ebola-Epidemie. Ebola ist im abgelegenen Nord-Osten in den letzten Jahrzehnten bereits sieben Mal ausgebrochen. Es handelt sich aber um einen anderen Erreger, als den in Westafrika. Die Regierung hat hier sofort sinnvolle Maßnahmen getroffen und ist erfahren im Umgang damit. Uns ärgert es vor allem, dass es noch keinen zugelassenen Impfstoff gibt, weil die Pharmakonzerne bisher daran nicht verdienen können.

Wir übernachten in kleinen Hütten einer katholischen Herberge mit grünen Innenhöfen, in denen kleine blaue Spatzen umher spazieren. Aus der Ferne hören wir Gehupe und Stimmengewirr. Die netten Leute versorgen uns mit Frühstück und Wasser in Eimern, mit dem wir uns waschen können.

Heute werden wir ein Treffen mit den kongolesischen Freunden durchführen, auf das wir schon sehr gespannt sind.

Übermorgen geht es weiter nach Mbuji Mayi, die drittgrößte Stadt des Kongo, wo das Ngenyi-Zentrum gebaut wird, das später als Einrichtung für Bildungskurse, Kultur, selbstverwaltete Landwirtschaft usw. genutzt werden kann. Herzliche Grüße aus Afrika!

Seid gespannt auf weitere regelmäßige Berichte von dieser zukunftsweisenden Reise!

Das Ngenyi-Projekt organisiert Hilfe zur Selbsthilfe. Es braucht eure Spenden — informiert euch unter www.solidaritaet-international.de und spendet auf das Konto des VFI Kongo e.V. (Verein zur Förderung der Infrastruktur in der DR Kongo, IBAN: DE25 4205 0001 0130 0642 89)

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