Published on September 16th, 2014 | by J

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Halbzeitbilanz – Das Haus nimmt Konturen an ….

Gestern, am Samstag den 13.09., haben wir es nach einer Woche Arbeit geschafft, die ersten beiden Portale des Hauses aufzustellen! Das ist ein wichtiger Arbeitsfortschritt und wir haben uns sehr über diesen Erfolg gefreut. Dafür haben wir in den letzten Tagen gemeinsam mit unseren kongolesischen Freunden in der heißen Sonne Afrikas fleißig Holzbalken gesägt und zusammengenagelt. Insgesamt bauen wir elf Portale, die alle untereinander verstrebt werden und sehr genau ausgerichtet werden müssen. Alle lernten viel, wie z.B. das Sägen mit einer Kapp-Säge, Winkelberechnung, Nageln und Werkzeugpflege. Heute war nach einer vollen Woche Arbeit unser erster freier Tag, den wir für einen Ausflug nutzten. Ein voller Bus mit Kongolesen vom Ngenyi asbl und CPL und ihren Familien und uns fuhr los –
Wir sahen in Mbuji Mayi die kleinen Minenfelder, in denen die Menschen nach Diamanten schürfen. Das ist eine nicht ungefährliche Arbeit, bei der besonders Kinder ausgebeutet werden. Auf einem Fluss sind wir in Piroggen (Einbaum-Boote) gefahren und haben anschließend noch in einer traumhaften Flussquelle gebadet.
Auch ein Krankenhaus durften wir uns ansehen. Einer der kongolesischen Genossen arbeitet dort. Die Klinik liegt sehr abgelegen, daher werden nur ca. 30 Patienten pro Tag behandelt und viele Behandlungen kosten viel Geld für die Patienten.
Auf der Rückfahrt in unsere Unterkunft sind wir durch ein Arbeiterviertel gefahren, in dem die Minenarbeiter wohnen. Weil in der Mine kaum noch Diamanten abgebaut werden, verarmen die Arbeiter. Sie müssen aus dieser Not heraus fast ihr gesamtes Hab und Gut verkaufen, sogar die Matratze! Um sich über Wasser zu halten, wird in den Gärten etwas Gemüse angebaut. Im eigenen Garten nach Diamanten zu suchen, ist ihnen zu allem Überfluss strengstens untersagt und wird mit Spitzeln überwacht.
Auf der Fahrt haben die kongolesischen Freunde begonnen, Lieder zu singen: Ein Vorsänger „erzählt“ eine Geschichte, die anderen singen ihm nach und klatschen. Die Lieder gingen um Arbeit im Allgemeinen und um das Ngenyi-Zentrum. Alle machten mit! Als dann die gesamte Busmannschaft „Hoch die internationale Solidarität“ rief, war die Begeisterung groß. Gemeinsam zu singen, schweißt gut zusammen. Nun schöpfen wir wieder neue Kraft für eine Woche voller Tatendrang, um das Ngenyi-Projekt erfolgreich aufzubauen.

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