Published on September 24th, 2014 | by J

0

Das Ngenyi Projekt wird weiter ausstrahlen

Ein Teil der Brigadisten machte heute wieder Frühsport. Nach dem Frühstück fuhren 6 Brigadisten zum Bau und arbeiteten am Dach mit den Kongolesen. Es wurde zügig gearbeitet. Allerdings fehlten dann noch 4 Wellbleche und Nägel. Die Nachliferung klappte dann nur mit viel Aufwand und wurden schließlich geliefert. Das Dach konnte fertig gedeckt werden! Für das Überdach wurden Bleche gedengelt (Knicke gemacht) und Latten gesägt. Als dann falsche Latten vorbereitet waren für das Überdach (zu dünn für die Stabilität), mussten nochmal neue Latten gesägt werden. Zwischenzeitlich wurden als Geschenke für die kongolesischen Freunde Sterne ausgesägt und schöne Ngenyi-Schilder gebaut (noch geheim!). Außerdem gab es in einer Baupause einen kleinen Ausflug zum Bach. Die anderen bereiteten im Hotel auch Geschenke und das Richt-/Abschlussfest vor. Außerdem gab es ein Interview mit einer kongolesischen Genossin von Afaco.
Abends nach dem Essen machten wir eine erste Auswertung der Reise. Alle bewerteten die Brigade als positiv und beeindruckend, was wir hier gemeinsam mit den kongolesischen Freunden in kurzer Zeit trotz aller Schwierigkeiten (krummes Holz, Krankheitsausfälle, Nägel teils zu spät) geschafft haben aufzubauen, obwohl wir das noch nie gemacht haben. Davon können wir lernen. Auch, wie die von imperialistischer Ausplünderung gebeutelten Leute hier beharrlich am Aufbau des Befreiungskampf festhalten – mit Humor, Durchhaltevermögen und Vitalität. Ohne die kongolesischen Freunde und Genossen wäre der Bau und die Reise nicht möglich gewesen. Insbesondere die Rolle der Frau wurde in der Diskussion hervorgehoben. In unserer Brigade haben Männer und Frauen selbstverständlich zusammen gearbeitet. Im Kongo tragen die Frauen die Hauptlast der Familie und leiden unter dem Patriarchat. Aber es gibt die Tendenz, sich damit nicht zufrieden zu geben. Die Erlebnisse hier, die Gespräche mit den Kongolesen und Lesen von Büchern („Maniema“, Ermordung von Lumumba u.a.), entfachten bei uns einen Hass auf die Imperialisten mit ihrem Kolonialismus und Neokolonialismus. Trotz aller Unterschiede zwischen Kongo und Deutschland, gibt es doch Gemeinsamkeiten, was die Entscheidung betrifft den Kampf aufzunehmen. Hier hindert die Leute angeblich „es geht uns zu schlecht, um zu kämpfen“, bei uns „es geht uns noch zu gut, um zu kämpfen“, beide Spielarten der kleinbürgerlichen Denkweise müssen jeweils überwunden werden und dafür ist die internationale Solidarität eine wichtige Methode, um die realen Lebensbedingungen kennen zu lernen, die notwendigen Organisationen beim Aufbau gegenseitig zu unterstützen und letztendlich die internationale sozialistische Revolution vorzubereiten.
Alle haben sich voll auf die Gegebenheiten hier eingelassen, viel gelernt und sich weiter entwickelt. Die Brigade ist ein wichtiger Schritt der internationalen Solidarität, auch für die Zusammenarbeit der Jugendverbände und das Ngenyi Projekt wird weiter ausstrahlen und stößt bereits heute auf Respekt, Hochachtung und Begeisterung. Es braucht allerdings auch Geduld, bis die Menschen den Charakter von Ngenyi verstehen und annehmen. Nach der Auswertung stießen wir mit Bauschnaps an. Die Auswertung wollen wir in Deutschland weiter bewusst vertiefen, um Schlussfolgerungen für unser Leben und den Rebell zu ziehen. Morgen wollen wir mit dem Fest noch einen Höhepunkt der Verbrüderung schaffen. Herzliche Grüße!

Tags:


About the Author



Comments are closed.

Back to Top ↑