Published on Juli 13th, 2014 | by J

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Frackingunfall bei Exxon Mobil in Niedersachsen

Am 28. Juni liefen nach ersten Berichten rund 150.000 Liter verseuchtes Lagerstättenwasser im Erdölfeld Georgsdorf in der Grafschaft Bentheim aus. Exxon Mobil fördert in Deutschland mittels Fracking Erdöl und Erdgas. Der Konzern ist Betreiber des Erdölfeldes Georgsdorf. Die Flüssigkeit, die zu 95 Prozent aus sogenanntem Lagerstättenwasser und zu fünf Prozent aus Rohöl bestand, sei durch ein Leck an einer Sammelleitung ausgelaufen. Schön für Exxon-Mobil-Chef Rex Tillerson, dass sein Haus nicht in der Grafschaft Bentheim steht (siehe „rf-news“-Meldung von 27.2.14).

Die Kampagnenorganisation Campact meldete letzte Woche, Bundeswirtschaftsminister Gabriel plane im Schatten der WM-Begeisterung ein Gesetz zur Genehmigung von Fracking mit nur minimalen Auflagen in Deutschland durch den Bundestag zu bringen. Diese Taktik ist nichts neues, große Sportereignisse wurden in der Vergangenheit immer wieder genutzt um unliebsame Gesetze zu verabschieden, ohne dass sich Protest dagegen entwickeln kann. So wurde während der WM 2006 die Mehrwertsteuererhöhung durch gewunken und 2010 die Krankenversicherungsbeiträge angehoben.

Gabriels Ministerium dementierte zwar mittlerweile dieses Vorhaben und verkündet, dass dieses Gesetz erst im Herbst verhandelt werden würde, doch das Ziel bleibt das Gleiche: Einführung von Fracking, um die Profite von Exxon Mobile und Co. Zu steigern und sich vom russischen Gas unabhängig zu machen, auf Kosten der Umwelt, sauberen Grundwassers, der Gesundheit Millionen von Menschen und Tieren!

Campact orientierte in ihrer Kampagne darauf, Briefe an Gabriel zu schicken um seinen Protest gegen Fracking auszudrücken. Als würde Gabriel sich in „Gewissen“ reden lassen. Das einzige was diese Politiker- Riege davon abhalten wird, Fracking einzuführen ist der aktive Widerstand! Die Bauern und Umweltaktivisten in Polen haben Bohrtürme besetzt um Fracking erfolgreich zu verhindern, die Bürgerinitiativen am Bodensee haben soviel Druck ausgeübt, dass sich mittlerweile auch die Baden-Württembergische Landesregierung gegen Fracking ausspricht. Unterschriftensammlungen kann man sicher auch machen, aber allein sind sie nicht ausreichend um diese Technologie zu verhindern.

Wer wirklich was gegen Fracking machen will, ist dagegen richtig beim REBELL, der sich am aktiven Widerstand beteiligt, an allen Orten Umwelt-AGen aufbauen wird und das uneingeschränkte Verbot von Fracking fordert!

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