Published on Mai 9th, 2014 | by J

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„Euer Streik darf keinesfalls kriminalisiert werden“

Solidaritätserklärung Festival AG „Rebellisches Musikfestival“ Köln gegen die Verurteilung von griechischen Stahlarbeitern
Wir, die Festival AG „Rebellisches Musikfestival“ Köln, haben auf unserem heutigen Treffen von der Verurteilung von 24 Stahlarbeitern aus Aspropirgos (Griechenland) erfahren. Hiermit erklären wir uns solidarisch mit den Stahlarbeitern, ihren Familien und geführten Kampf.
Euer großer selbstständiger Streik vom 31.10.2011 bis 28.07.2012 richtete sich heldenhaft gegen Massenentlassungen und Abwälzungen der Krisenlasten auf die Rücken der Massen. Der Streik erlangte internationale Bedeutung und wir Rebellen verfolgten ihn und konnten einige Streikende von euch auch bei einem Besuch in Deutschland kennenlernen.
Euer Streik war gerechtfertigt und richtete sich für unsere Zukunft und gerade der Jugend. Euer Streik darf keinesfalls kriminalisiert werden und daher fordern wir in Deutschland auch ein „allseitiges, gesetzliches politisches Streikrecht“! Ihr seid für uns Jugendliche Vorbilder, ihr zeigt, Kampfgeist, Disziplin und Durchhaltevermögen. Nächste Woche, am 1. Mai, dem „internationalen Kampftag der Arbeiter“, werden wir für eine Zukunft ohne Ausbeutung und Unterdrückung auf die Straße gehen und weiter Solidarität organisieren.
Wir als Internationalisten finden es selbstverständlich, dass wir innerhalb der internationalen Arbeiterklasse und internationalen Jugendbewegung uns gegenseitig unterstützen und protestieren hiermit energisch gegen dieses skandalöse Urteil von bis zu 23 Monaten Gefängnis.
Mit diesem Urteil werden nicht nur die Stahlarbeiter verurteilt, sondern auch jede Massenaktion für demokratische Rechte und Freiheiten.
Die Vorbereitungen für das Rebellische Musikfestival an Pfingsten, vom 6.-8. Juni 2014, laufen auf Hochtouren und wir bereiten es hier in Köln aktiv mit vor und bewerben es breit. Es ist fortschrittlich, internationalistisch und antifaschistisch. Wir wollen uns dort zusammenschließen, organisieren und den gemeinsamen Kampf führen.
Wir rufen jeden dazu auf, gegen die Kriminalisierung des Stahlarbeiterkampfs Stellung zu beziehen, diesen Vorfall weiter bekannt zu machen und mit uns zusammen zum Rebellischen Musikfestival zu fahren und es auch mit vorzubereiten und durchzuführen.

Mit rebellischen und solidarischen Grüßen

Festival AG Köln


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