Published on April 29th, 2014 | by J

0

Los geht’s zum 1. Mai 2014 – Kampf der Ausbeutung von Mensch und Natur, für echten Sozialismus!

Seit 125 Jahren gehen die Arbeiter aller Länder am 1. Mai auf die Straße, um gegen ihre Situation der Ausbeutung und Unterdrückung durch den Kapitalismus zu kämpfen.

Die Bedeutung für die Jugend, diese kämpferische und revolutionäre Tradition fort zu führen, ist groß und hochaktuell.

Der Konkurrenzkampf um Macht- und Einflusssphären unter den Herrschenden verschärft sich, für sie dreht sich alles um die Frage: Wer geht als Sieger aus der Krise hervor? Diesen Kampf tragen sie auf dem Rücken der Arbeiterinnen und Arbeiter, der Volksmassen und insbesondere der Arbeiterjugend aus. Der Anteil an Leiharbeitern, Praktikanten, Befristeten unter den jugendlichen Arbeitern und Angestellten wächst seit dem Beginn der Weltwirtschafts- und Finanzkrise permanent an. Die reale Jugendarbeitslosigkeit wird von der Regierung bewusst kaschiert, indem du nicht mehr als arbeitslos zählst, wenn du 1€-Jobber bist oder eine der unzähligen, völlig unbrauchbaren Maßnahmen des „Jobcenters“ besuchst. Jetzt setzt die neue Regierung noch eins oben drauf: Unter großem Getöse kündigt sie einen Mindestlohn an – der aber nicht für Langzeitarbeitslose, Praktikanten und unter 18-jährige gilt! Außerdem erst ab 2017, zufällig kurz vor den Wahlen… Für uns Jugendliche wird das Lohnniveau immer weiter abgesenkt, 8,50€ soll wohl zunehmend sowohl das Minimum als auch der Standard für uns sein.

Deswegen gilt es am 1.Mai, für den Kampf um jeden Ausbildungs- und Arbeitsplatz und gegen die verschärfte Ausbeutung und Unterdrückung insbesondere der Arbeiterjugend auf die Straße zu gehen! Die Jugend ist gefordert, in diesem Kampf Schulter an Schulter mit den älteren Arbeitern aktiv dabei zu sein.

Die Verdi-Jugend hat dafür schon erste Zeichen im neuen Jahr gesetzt. Auch in erfolgreichen Kämpfen für die unbefristete Übernahme aller Azubis wurden in mehreren Tarifverträgen durch die aktive Rebellion Regelungen erreicht, was ein wichtiger Erfolg war. Doch die Kapitalisten jammern schon rum und wollen die ebenfalls mit der Gewerkschaftsführung vereinbarten Hintertürchen nutzen, um doch keine Azubis zu übernehmen. Deshalb muss der Kampf konsequent weiter geführt werden! Diese Forderung gehört nach wie vor auf die Tagesordnung.

Der REBELL begrüßt es, dass die IGM-Jugend mit ihrer Kampagne „Revolution Bildung“ das Wort Revolution auf die Tagesordnung setzt. Wir kritisieren jedoch, dass der Kampf um die Übernahme und um Arbeitsplätze keine Erwähnung mehr findet und dafür auf individuelle Lösungen mittels Studium nach der Ausbildung gesetzt wird. So heißt es im Aufruf „Bildung ist die Antwort auf die kulturellen, sozialen, wirtschaftlichen und politischen Fragen unserer Zeit.“ Was bringt das beste Studium, wenn danach doch nur Praktikum, Leiharbeit oder Hartz IV auf uns wartet?! Die Profitgier der Herrschenden ist das Problem, und nicht unsere mangelnde Bildung!

Dafür muss auch eine Kritik an reformistischen Gewerkschaftsführern geleistet werden, welche sich als Co-Manager der Konzernchefs hergeben. Bei Opel in Bochum fallen solche Funktionäre den Arbeitern offen in den Rücken. Hier hilft es jedoch nicht, aus Wut und Resignation aus der Gewerkschaft auszutreten – es muss ein Kampf der Basis geführt werden, die Gewerkschaften wieder zu dem zu machen was sie mal waren, zu echten Kampforganisationen der Arbeiterklasse.

Zum zweiten werden durch die Diktatur der Monopole nicht nur die Arbeiter ausgebeutet, sondern auch die Natur. Und das in einer Dimension, die das Überleben der Menschheit zukünftig in Frage stellt. In ihrem unersättlichen Trieb, immer mehr Maximalprofit zu erzielen, zerstört das internationale Finanzkapital inzwischen beschleunigt, systematisch und gesetzmäßig unsere natürlichen Lebensgrundlagen. Es ist absolut notwendig, dass die Arbeiter den Kampf gegen die Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen zu ihrer Sache machen. Der gemeinsame Kampf der Arbeiterbewegung und der Umweltbewegung gehört auf die Tagesordnung. Deswegen ruft der REBELL auch auf: Rettet die Umwelt vor der Profitwirtschaft!

Es ist Zeit, über den Kapitalismus hinaus zu denken, denn nur mit seiner Abschaffung kann auch die Ausbeutung von Mensch und Natur abgeschafft werden. Der REBELL startet mit dem 1. Mai deshalb auch seine Kampagne zur Unterstützung der MLPD (Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands) zu den Europawahlen unter dem Motto „Rebellion gegen die EU ist gerechtfertigt!“ Sie ist am 25. Mai die radikal linke und revolutionäre Kraft, die für den echten Sozialismus eintritt und die Jugend damit nicht immer nur mit dem Minimum abspeisen will.

Der 1. Mai wird international begangen und setzt ein Signal des gemeinsamen Kampfs der Arbeiter auf der ganzen Welt. Der REBELL als Jugendverband der MLPD ist stolz, Mitglied einer revolutionären internationalen Organisation zu sein, die diesen Zusammenschluss der Arbeiter fördert und revolutioniert. Die ICOR (Internationale Koordinierung revolutionärer Parteien und Organisationen) hat daher den 1. Mai zu einem internationalen Kampftag erklärt und begeht diesen seit 2010 gemeinsam.

Am 1. Mai auf die Straße:

  • Kampf gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf die Arbeiter und die breiten Massen!
  • Für die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich!
  • Für die unbefristete Übernahme aller Azubis entsprechend der Ausbildung!
  • Für 10% Ausbildungsquote in der Großindustrie!
  • Rettet die Umwelt vor der Profitwirtschaft!
  • Proletarier aller Länder, vereinigt euch! Proletarier aller Länder und Unterdrückte, vereinigt euch!
  • Rebellion ist gerechtfertigt!!!

 

Den Aufruf der MLPD zum 1.Mai könnt ihr unter mlpd.de nachlesen.

Tags:


About the Author



Comments are closed.

Back to Top ↑