Published on September 14th, 2013 | by J

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Solidaritätskundgebung mit Verena Vöhringer gegen Opel

Gestern um 10.15 Uhr begann der Gütetermin Verena Vöhringer gegen Opel. Zuvor hatte eine eindrucksvolle Solidaritätskundgebung stattgefunden. Über 30 Kolleginnen und Kollegen, Vertrauensleute, Betriebsräte, Opel-Rentner, Vertreter der MLPD, des Solidaritätskreises für die kämpfenden Opelaner, die Frauen des Opelaner-Frauenkomitees BASTA!, der JAV-Vorsitzende von Thyssen sowie Familienangehörige und Freunde nahmen daran teil. Die Presse war mit Journalisten der BILD und der Ruhr-Nachrichten vertreten.

In einer Pressemitteilung des stellv. Vorsitzenden der Vertrauenskörperleitung der IG Metall bei Opel Bochum und Partnerbetrieben heißt es:

 „Verena und ihr Anwalt Roland Meister klagten gegen Opel auf unbefristete Übernahme als Jugendvertreterin. Verena hatte vor gut zwei Jahren einen Antrag auf auf Übernahme als gewählte Jugendvertreterin nach § 78 a BetrVG bei Opel eingereicht. Opel speist die Jugendvertreterin und IGM-Vertrauensfrau seitdem jedoch mit einem befristeten Vertrag nach dem anderen ab. Wenn Opel der Meinung ist, dass Frau Vöhringer nicht das Recht auf Übernahme habe, hätten sie damals innerhalb von zwei Wochen Klage beim Arbeitsgericht einreichen müssen. Das hat Opel nicht getan, weshalb die Firma nach geltender Rechtsauffassung zur unbefristeten Übernahme von Verena Vöhringer verpflichtet ist.

 Zum Hintergrund muss man wissen, dass sie bis Sommer 2013 von der Personalabteilung systematisch von der Teilnahme an den Sitzungen der Jugend- und Auszubildendenvertretung abgehalten wurde. Diesen selbst geschaffenen Rechtsbruch nimmt Opel als Begründung, sie sei als Jugendvertreterin nie tätig gewesen und habe somit kein Recht auf die Übernahme entsprechend § 78 a des Betriebsverfassungsgesetzes.

Verena und ihr Anwalt machten auf der Solidaritätskundgebung vor dem Arbeitsgericht dazu deutlich: Es geht um eine politisch motivierte Nichtübernahme. Verena soll als bekannte klassenkämpferische Kollegin, Vertrauensfrau und amtierende Jugendvertreterin aus dem Betrieb entfernt werden. Sie selbst hatte in den letzten Jahren an der Spitze des Kampfs der Azubis um ihre unbefristete Übernahme gestanden. Dieses mehrfach mit Erfolg: so wurden ihre Arbeitsverträge bereits zweimal verlängert. In vielen Redebeiträgen wurde auch der Zusammenhang gezogen zur Gesamtsituation bei Opel. ….

 Wie erwartet, kam es zu keiner gütlichen Einigung. Der erste Verhandlungstermin der Kammer wird am 20. November 2013 sein.

Als Bilanz des Tages kann gesagt werden: Die Solidarität steht wie eine Eins – die Argumentationsarmut des Opel-Anwalts war für alle Prozessbeobachter erschreckend.“

 Die Pressemitteilung im Wortlaut und voller Länge können Sie hier lesen

 

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