Published on Juli 2nd, 2013 | by Esitileti296

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Wenn Recht zu Unrecht wird

Marie Bauer und Lisa GärtnerPressemitteilung des Solidaritätskreis „Mutige Marie“ vom 27.06.13

BP drückt politische Entlassung der „mutigen Marie“ durch!

Am 27.6.2013, hat die BP-Geschäftsleitung die politische Entlassung der jungen Kollegin Marie Bauer nach zweieinhalb Jahren Kampf durchgedrückt. Rückendeckung bekam die Konzernführung von den Arbeitsgerichten, zuletzt vom Bundesarbeitsgericht, das eine Revision gegen ein Urteil des Landesarbeitsgerichts nicht zugelassen hat.

Im ganzen Werk und besonders bei den Kollegen in der Logistik, die
Marie Bauer zur Vertrauensfrau gewählt haben, stößt das eiskalte
Vorgehen auf Empörung. „Lass Dich nicht unterkriegen“, heißt es und: „Du
hast gekämpft, man kann nicht immer gewinnen, aber Du hast ein Zeichen
gesetzt“…
Was hat die 22jährige in den Augen von BP verbrochen?
Marie
Bauer hat sich bei Betriebsversammlungen, in der Jugendvertretung, in
der Lehrwerkstatt usw. immer für die unbefristete Übernahme aller Azubis
und auch für die Interessen der älteren Kollegen eingesetzt. Das hat
viele ermutigt und passt den BP-Chefs nicht in den Kram.
Im Januar
2011 hatte Marie Bauer als zweimal gewählte Jugendvertreterin nach ihrem
erfolgreichen Abschluss als Industriemechanikerin einen Antrag auf
unbefristete Übernahme gestellt. Das ist  nach § 78 a des
Betriebsverfassungs-gesetzes ihr gutes gewerkschaft-liches Recht.
Knall auf Fall versuchte BP sie daraufhin schon am 21. Januar 2011 vor die Tür zu setzen.
Die
„mutige Marie“ hat sich das nicht gefallen lassen, ging vor Gericht und
hatte dabei die breite Solidarität ihrer Kollegen im Rücken.
Unterstützt wird sie weit über Gelsenkirchen hinaus von der Montagsdemo,
aus der Frauenbewegung, aus verschiedenen Gewerkschaften, von der MLPD
und vom Jugendverband Rebell.
Dazu wurde unser Solikreis gegründet und blieb aktiv.
Fast
zweieinhalb Jahre hat Marie jetzt in Contischicht im Hafen gearbeitet,
wurde als den Lokrangierführerin ausgebildet und hat sich überall
eingesetzt.
Trotzdem hat das Landesarbeitsgericht schließlich BP
recht gegeben, weil sie Marie unbedingt los werden wollen. Die
Begründungen sind mehr als fadenscheinig: erst hieß es, man hätte gar
keine Arbeit für sie, dann, ihre jetzige Arbeit würde ihrer
Qualifikation als Industrie-mechanikerin nicht entsprechen.
Blamabel, dass sich die Betriebsratsspitze dieser politischen Hexenjagd gegen eine kämpferische Kollegin ange-schlossen hat.
Wenn sie aber meinen, dass sie mit dem Rausschmiss von Marie Ruhe in ihren Laden kriegen – dann sollen sie sich geirrt haben.
Die
Auseinandersetzung ist bei BP und Sabic, aber auch in den
Stahlbetrieben, genauso bei TRW in Gelsenkirchen und ganz besonders bei
Opel entbrannt: lässt man sich zu immer mehr Zugeständnissen erpressen
oder fällt die Entscheidung für den Kampf um jeden Arbeitsplatz und für
die Zukunft der Jugend!  Dieses Feuer können weder die GM und Opel-Bosse
noch BP mit politischer Unterdrückung kämpferischer Leute löschen.

Moralischer Sieger ist nicht BP – sondern Marie und die Arbeitersolidarität!

Solidaritätserklärungen an: solikreismutigemarie@gmx.de

Homepage: www.mutigemarie.de

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One Response to Wenn Recht zu Unrecht wird

  1. Mohamed says:

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