Published on Mai 22nd, 2013 | by Esitileti296

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Pfingstjugendtreffen im Zeichen des Internationalismus


Pfingstjugendtreffen im Zeichen des Internationalismus
20.05.13 (von www.rf-news.de) – Das 16. internationale Pfingstjugendtreffen ging gestern Nacht zu Ende. Der Koordinierungsausschuss zieht eine durchweg positive Bilanz: „Wir haben ein tolles Wochenende erlebt mit einer einmaligen solidarischen Atmosphäre. Die Zukunft der Jugend stand bei all dem im Mittelpunkt unseres selbstorganisierten Festivals. Es war ein Forum, in dem diskutiert wurde, wie dieser Kampf um die Zukunft der Jugend aussehen muss, was er umfasst, was die Fragen und Wünsche der Jugendlichen sind. Und es war ein tolles Fest für die ganze Familie, mit Kinderaktivitäten, Sport, Kultur, usw.„, fasst Gitta Wester zusammen.

Ca. 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden bei der
Gesprächsrunde zu Opel gezählt. Vertreter verschiedener
Autobelegschaften erklärten ihre Solidarität. So Daimler-Arbeiter aus
Stuttgart und Düsseldorf, Opelaner aus Rüsselsheim und Eisenach so wie
von VW und Ford. Zahlreiche Teilnehmer versprachen Unterstützung in
jeder Hinsicht, unter anderem Kinder der ROTFÜCHSE-Kinderorganisation
übergaben Spenden für die Streikkasse.

Auf dem Podium saß die
„Offensiv“-Betriebsrätin Annegret Gärtner-Leymann, Ersatzbetriebsrat
Steffen Reichelt, Vertreter/innen des Soli-Kreises, der „Basta“-Frauen
und weitere Opelaner aus Lehrwerkstatt und Betrieb. Stefan Engel war als
Berater wichtiger Streiks im Ruhrgebiet, nicht zuletzt des Opel-Streiks
von 2004, dabei. Er wies darauf hin, dass der anstehende Streik der
Bochumer Opel-Arbeiter das Zeug zur „größten Klassenauseinandersetzung
seit dem 2. Weltkrieg“ hat.

Am Sonntag Abend präsentierten sich
die internationalen Teilnehmer aus Argentinien, Haiti, Ungarn, Slowakei,
Philippinen, Niederlande, Sudan, Tunesien und der Schweiz auf der
Bühne. Große Gruppen von Migrantenverbänden und migrantischen
Zusammenschlüssen waren aktive Träger des gesamten Festivals und
gestalteten das Wochenende mit. Darunter die ATIF, YDG, Partizan, die
anatolische Föderation, Bir Kar und ihre Jugendorganisation, Yek-Kom,
der kurdische Studentenverband YXK und das Komitee für die Freiheit
Abdullah Öcalans, die ADHF, „Trotz alledem“, der Arbeitskreis Palästina
NRW, libanesische und peruanische Migranten – jeweils mit Essensständen –
sowie philippinische Migranten gemeinsam mit den
Deutsch-Philippinischen Freunden (DPF).

Am Rande des Treffens
berichtete ein Genosse der Patriotischen Sozialistischen Revolutionären
Partei Tunesiens gegenüber der „Roten Fahne“ von den dramatischen
Ereignissen in seinem Heimatland am 19. Mai. Die bürgerlichen Medien
schreiben von einer Auseinandersetzung zwischen Salafisten und
Polizeikräften. Der Genosse schilderte aufgrund persönlicher
Informationen ein ganz anderes Bild:

„Am 19. Mai sind Studenten,
die den Linksparteien angehören, auf die Straße gegangen. Diese
Demonstration ist von Salafisten, die eng mit der Ennahda-Partei
zusammenarbeiten, angegriffen worden. Die Salafisten werden von der
regierenden Ennahda-Partei als Schlägertruppen benutzt. Es hat am
Samstag auf allen Seiten Tote gegeben! Die Studenten forderten einen
kostenlosen Nahverkehr, bessere Wohnbedingungen Stipendien für arme
Studenten.“

Der Sonntag Abend klang erneut mit starken Gefühlen
der internationalen Solidarität aus. Bis spät in die Nacht wurde
gefeiert. „Gehörwäsche“ aus Köln und „Adama&Kids and the Sunshine
Reggae“ lockten mehrere Hundert Menschen vor die Bühne. Am Ende waren
sich viele einig: So eine freundschaftliche Atmosphäre wollen sie wieder
erleben und selbst mitgestalten. Gitta Wester weiß: „Nach dem
Pfingstjugendtreffen 2013 ist vor dem Pfingstjugendtreffen 2015. Dazu
laden wir schon jetzt herzlich ein!“

Ein Bildreport zum Pfingstjugendtreffen findet sich hier


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