Published on März 4th, 2013 | by Esitileti296

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8. März – Weltfrauentag

Ihr findet die weltweite Bewegung gegen Gewalt an Frauen gut? Ihr habt auch das Gefühl dagegen muss man was tun? Ihr begegnet dem Sexismus alltäglich und ihr überlegt euch: „Soll ich mich wehren, weil es mich „ankotzt“ so behandelt zu werden? Oder – spiele ich die Coole, die voll drüber steht?“
Herzlich Willkommen in der kämpferischen Weltfrauenbewegung!
Herzlich Willkommen am 8. März – dem internationalen Frauentag!


Seit 102 Jahren wird dieser von Frauen und Männern auf der ganzen Welt
begangen. Angefangen hat das mit Forderungen nach dem Wahlrecht für
Frauen, nach dem 8-Stunden- Arbeitstag, für den Weltfrieden und gegen
den 1. Weltkrieg. Die Bewegung für die Gleichstellung der Frau, für die
Befreiung der Frau, ist nicht neu. Kampf dem Sexismus! – das ist
besonders ein Anliegen von jungen Frauen und Mädchen. Aber ist es dann
nicht schizophren wenn gleichzeitig Millionen 14- bis 29-Jährige vor
ihrer „Lieblingssendung“ Germany’s Next Top Model hängen? Frauen wollen
nicht auf ihr Aussehen, ihre Figur, wie sie sich bewegen, usw. reduziert
werden. Solche Sendungen sollen uns Schranken ins Hirn pflanzen. Unser
Denken, Fühlen und Handeln soll sich hauptsächlich darum drehen, wie wir
wirken, ankommen, was andere über uns denken. Und schon befinden wir
uns in einem Karussell. Stopp! Anhalten! Aussteigen!
Den 8. März und
seine Tradition kennen die meisten Jugendlichen heute nicht. Die
Beteiligung an den Aktionen zu „One billion rising!“ am 14. Februar
zeigt aber, dass das Thema bewegt und top aktuell ist. Beeindruckend wie
z.B. in Berlin 5.000 Leute gemeinsam den dazu entwickelten Tanz
tanzten. Die Massendemonstrationen in Indien nach der Vergewaltigung
einer Studentin berühren viele und fordern Zorn und Wut darüber heraus,
dass so etwas überhaupt möglich ist.
Das Anliegen des internationalen
Frauentags geht jedoch weiter und tiefer. Clara Zetkin hat diesen Tag
1910 ins Leben gerufen. Seine Wurzeln sind sozialistisch. Deshalb wird
hier traditionell der Frage nachgegangen woher die Gewalt an Frauen oder
der Sexismus eigentlich kommen. Der kleinbürgerliche Feminismus nimmt
dabei gern die Männer ins Visier. Und natürlich muss jeder Mann, der
einer Frau gegenüber handgreiflich wird, zur Rechenschaft gezogen und
bestraft werden. Und gegen den Sexismus im Alltag müssen wir uns konkret
wehren. Aber die Männer als Ursache zu behandeln, lenkt nur davon ab
die gesellschaftlichen Wurzeln auszugraben, spaltet Männer und Frauen
und Jungs und Mädels. Wer grundlegend was ändern will – auch im Sinne
der Frauen – der muss an diese Wurzeln ran.
Gewalt an Frauen ist
Teil der besonderen Unterdrückung und Ausbeutung der Masse der Frauen
und damit Teil des Kapitalismus. Eine Frau ist in diesem System weniger
wert, weil sie durch Kinder kriegen und Haushalt nicht mehr so viel
ausbeutbare Arbeitskraft zur Verfügung hat. Gleichzeitig braucht der
Kapitalismus diese bürgerliche Familienordnung, damit ausreichend
Arbeitskräfte nach kommen und eigentlich gesellschaftliche Aufgaben, wie
Kindererziehung, Pflege von alten und kranken Menschen, Ernährung, usw.
privat organisiert werden. Damit die Frau ihre Rolle in dieser
Familienordnung spielt, wird sie wiederum besonders unterdrückt. Ein
Teufelskreis, der im Kapitalismus nicht zu durchbrechen ist. Radikal
links – wir brauchen eine neue Gesellschaftsordnung – den echten
Sozialismus. Nur wenn die ganze Menschheit sich von Ausbeutung und
Unterdrückung befreit, wird auch die Frau befreit sein.
Von Religion
bis Revolution sind die unterschiedlichsten Frauen aktiv. Zu einer
richtig geballten Kraft, werden wir nur organisiert. 2011 fand die erste
Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen statt und beschloss den 8. März als
gemeinsamen Kampftag.
Also – Heraus zum 8. März! Erkundigt euch wann
und wo in eurer Stadt Aktivitäten stattfinden. Schnappt euch eure
Freundinnen und Freunde, stärkt die kämpferische Weltfrauenbewegung!
Organisiert euch im REBELL!
www.conferenciamundialdemujeres.org


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