Published on November 18th, 2012 | by Esitileti296

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Buchtipp „Fünf Finger hat die Hand“

Das Buch spielt in Berlin rund um das Jahr 1870. Im Zentrum steht Familie Jacobi, eine Handwerkerfamilie. Der Vater war bei der Revolution 1848 aktiv und ist Mitglied der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei. Als 1870 der Krieg mit Frankreich ausbricht, beginnt die großangelegte Mobilisierung von Soldaten in Berlin. Der Sohn August geht auf das Gymnasium und wird dort angehalten, sich für das „Vaterland“ zum freiwilligen Kriegsdienst zu melden. Stolz und voller Visionen zieht August in den Krieg – und erlebt sein wahres, grausames Gesicht.


In Frankreich lernt er einen der Pariser Kommunarden kennen, die zum
Ende des Kriegs in Paris das erste Mal eine Diktatur des Proletariats
errichteten.
Wohl merkt man dem Buch an, dass es von einem
Sozialdemokraten geschrieben wurde, doch es ist gerade geeignet um
antimilitaristisches Bewusstsein zu schaffen. Anschaulich werden die
Gefühle und Gedanken aufgezeigt, die Jugendliche damals (und heute) für
den Kriegsdienst regelrecht begeistern, anschaulich wird sein
Lernprozess und Desillusionierung hin zum Antimilitaristen. Es ist in
den meisten Teilen gut geschrieben und für junge Jugendliche geeignet –
inkl. Liebesgeschichte, Einblick in das Berliner Alltagsleben damals,
Auseinandersetzung in der entstehenden Arbeiterbewegung, lustigen
Episoden über Augusts kleinen Bruder und die Berliner „Pantinenkinder“,
und dem Alltag und Kämpfen der Mädchen damals anhand Augusts Schwester
Rieke. Fortsetzungsroman von „1848 – Die Geschichte von Jette und
Frieder“.


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