Published on Juli 20th, 2012 | by Esitileti296

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Stahlwerk in Aspropirgos von Spezialeinheiten gestürmt – Solidarität notwendig!

20.07.12 (von rf-news.de) – Soeben teilte Jordanis Georgiou, einer der Organisatoren der Solidarität mit den griechischen Stahlarbeitern in Deutschland, „Solidarität International“ mit:

Das von den griechischen Stahlarbeitern bestreikte Werk in Aspropirgos wurde von Sondereinsatzkräften der Polizei (MAT = „Einheiten für die Wiederherstellung der Ordnung“) gestürmt. Neun Streikende wurden festgenommen. Grundlage dafür soll ein Gerichtsurteil sein, das den Streik für illegal erklärt. Es sind 10 bis 15 Streikbrecher im Werk, die von der Polizei geschützt werden. Der Stahlwerksbesitzer ruft ständig die Streikenden zur Wiederaufnahme der Arbeit auf. Gerüchte werden gestreut, Drohungen ausgesprochen usw.

Den streikenden Arbeitern wird der Zugang zum Werk verwehrt. Sie fordern
den sofortigen Rückzug der Polizeieinheiten und die Freilassung der
Verhafteten. Es versammeln sich immer mehr Menschen aus Solidarität mit
ihnen vor dem Werk, obwohl die Polizeieinheiten eine wichtige
Zugangsstraße gesperrt haben. Auch landesweit beginnt sich der Protest
und die Solidarität zu entwickeln. Für 17.30 Uhr soll eine große
Solidaritätsdemonstration organisiert werden.

Der seit über 260 Tagen andauernde Streik ist international ein Symbol
des entschlossenen Widerstands gegen die EU-Krisendiktate und ihre
Folgen. Ausdrücklich haben die Stahlarbeiter von Aspropirgos erklärt,
dass es ihnen nicht nur um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze und die
Verteidigung ihrer Löhne geht, sondern um die Zukunft aller Arbeiter und
ihrer Familien. Offenbar sind die Herrschenden in der EU nach dem
Marsch der spanischen Bergarbeiter auf Madrid und den seitdem dort
anhaltenden Massenprotesten nervös geworden.

Obwohl sie an der Streikfront dringend gebraucht wurden, reisten die
Sprecherin der Stahlarbeiterfrauen, Sofia Roditi, und
Gewerkschaftssekretär Panagiotis Katsaros Ende Mai auf Einladung
mehrerer Organisationen und zahlreicher Einzelpersonen durch
Deutschland. Panagiotis Katsaros rief den Teilnehmern des 7.
Internationalen Automobilarbeiterratschlags in München zu: „Wir kämpfen
gegen die Konzernherrn, gegen die griechische Regierung und gegen die
Troika. Aber auch gegen Widerstand innerhalb der Gewerkschaftsführung.
Wir sind mit den Streikbrechern fertig geworden – und wir sind uns so
einig wie am ersten Tag. Wir werden unseren Kampf fortsetzen, bis wir
die Kapitalistenklasse besiegt haben.“

Jetzt brauchen die griechischen Stahlarbeiter umso dringender die
internationale Solidarität. Organisiert Protest- und
Solidaritätserklärungen! Rückzug aller Polizeikräfte aus dem Werk in
Aspropirgos! Sofortige Freilassung aller Verhafteten! Weg mit dem
Streikverbot! Für freie gewerkschaftliche und politische Betätigung!

Adresse der zuständigen Gewerkschaft PAME:
E-Mail: international@pamehellas.gr
FAX Somatio (Direkt Stahlarbeiter): 0030 210 55 78 360

Kopien bitte an buero@solidaritaet-international.de

Weitere aktuelle Berichte folgen.


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