Published on Juni 29th, 2012 | by Esitileti296

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Wichtige Erfahrungen in der ICOR Kampagne

29.6.2012 – Der Jugendverband REBELL macht seit September 2011 eine 1 jährige Spendenkampagne für die internationalistische Arbeit des REBELL. Dazu wollen wir 40.000 € sammeln. 10% davon (4000€) wird der REBELL an die ICOR (Internationale Koordinierung revolutionärer Parteien und Organisationen) zu Ihrer Anschubfinanzierung geben. Seit über einem halben Jahr sind die Rebellen dabei, im Rahmen der ICOR Spenden zu sammeln und die ICOR unter den Leuten vorzustellen. Da fragt man sich sicherlich, welche Erfahrungen es  bisher gab, welche Fragen noch beantwortet und welche Probleme noch gelöst werden müssen.
Auf einem gemeinsamen bundesweiten Arbeitstreffen haben wir, von der Arbeitsgruppe Finanzen und Material, die Chance genutzt mit Rebellen aus ganz Deutschland, der Verbands- und Rotfuchsleitung Interviews durchzuführen. Daraus sind folgende Statements entstanden, die wir auszugsweise hiermit vorstellen werden:

Lisa, Vorsitzende des REBELL:
MLPD und REBELL haben bisher viel geschafft in der ICOR-Kampagne. Der
REBELL hat mit mehreren internationalen Länderabenden, seiner verstärkt
revolutionären und selbstbewussten Arbeit für die Rebellion, den
Spendenaktivitäten, unserer Kampagne „Gib Antikommunismus keine Chance!“
v.a. mit dem Lenin-Tshirt klar Kante gezeigt, unsere
länderübergreifende Zusammenarbeit mit revolutionären Jugendverbänden
gestärkt, die ROTFÜCHSE haben andere Länder kennengelernt und sich mit
unseren Freunden und den Kindern dort verstärkt identifiziert. Uvm.
Mit der Spendenkampagne hinken wir allerdings noch sehr stark zurück.
Wir haben in der Hälfte der Zeit erst ein Viertel unseres Ziels
erreicht. Es wurden viele tolle Initiativen für die Spendenkampagne
entwickelt. z.T. wurde sich aber auch zu sehr auf Finanzaktionen
konzentriert, die zwar Geld einbrachten aber die ICOR nicht bekannt
machten. Unser Ziel ist aber: Mit jeder Spende fordern wir eine
Entscheidung heraus, wollen diese bewusst herbei führen und so das
internationalistische Bewusstsein der Jugendlichen erhöhen. So bringt es
uns nicht nur eine Spende, sondern bringt uns auch strategisch weiter!
Es ist ein Problem, dass viele noch kaum im Zielgebiet, Freundeskreis,
Kollegen, Uni, Familie… Spenden gesammelt werden und es da im REBELL
zum Teil einen Opportunismus gibt. Wir sollten uns erinnern, dass wir
mit der ICOR-Gründung auch eine Verpflichtung eingegangen sind, diese
zukunftsweisende Organisation nach besten Kräften zu unterstützen. Wo
offensiv gesammelt wurde, gab es viele Auseinandersetzungen und gute
Spendenergebnisse – einiges davon seht ihr hier!

REBELL Hattingen:
Zu Beginn der Spendenkampagne gab es nur eine Auseinandersetzung um die Erreichung des Spendenziels.
Bis vor kurzem haben wir Rebellen vorwiegend Gelder durch Finanzaktionen
eingenommen. Dazu haben wir zum Beispiel einen Spieleabend im
Jugendzentrum Che unter dem Motto „Spielen für die ICOR“ durchgeführt.
Doch am 1. Mai haben wir mit unseren Lenin Shirts bewusst angefangen,
die ICOR unter den Leuten in Hattingen zu bewerben und direkt dafür
Spenden zu sammeln. Im Rahmen des Unterschriftensammelns für das
Manifest von ICOR und ILPS kamen 10€ zusammen und wir haben 16 Lenin
Shirts verkauft. Bei der 1. Mai Kundgebung sprachen wir auch die JUSOS
Hattingen auf Unterschriften an. Doch sie wollten nicht unterschreiben.
Sie hatten den Standpunkt, dass es nicht möglich sei, weil in der ICOR
die MLPD ist und diese dem Grundgesetz widerspricht. Darum haben wir
Rebellen offensiv die Auseinandersetzung geführt, doch sie blieben
hartnäckig bei ihrem Standpunkt. Die JUSOS oder bespielsweise die
Priratenpartei vertreten ja genau solche Ansichten, weil sie nicht
grundlegend etwas an diesem kapitalistischen System ändern wollen und
sich im Rahmen dessen bewegen. Seien wir doch mal ehrlich, wollen wir
Jugendlichen wirklich in einem System leben, in dem die 500 größten
Übermonopole den Takt diktieren, die natürlichen Lebensgrundlagen
zerstören und uns einfach keine Perspektiven bieten? Wer grundlegend was
verändern will und mit uns für den Sozialismus kämpfen will, der muss
sich im REBELL und/oder der MLPD organisieren.

REBELL Bochum:
Bis heute haben wir knapp die Hälfte von unserem Spendenziel (1.500€) erreicht.
Einen großen Teil davon nahmen wir über Finanzaktionen, wie eine
Cocktailbar oder durch persönliche Spenden von unseren Rebellen ein.
Manche Rebellen entschieden sich, jeden Monat 50€ für die
Spendenkampagne zu geben.
Wir stehen jedoch erst am Anfang der Diskussion, wie man die ICOR
richtig innerhalb der Spendenkampagne bekannt macht. Jedoch haben wir
erste gute Erfahrungen bei Hauseinsätzen in unserem Stadtteil gemacht.
Insgesamt waren die Leute aufgeschlossen und haben auch gespendet. Dabei
haben wir viele interessante neue Leute kennengelernt und Jugendliche
kamen einige Tage später mit uns zur Rebellparty.
Wir vom REBELL machten vor einem Betrieb eine Spendensammlung, wo nicht sehr viel, aber immerhin etwas, zusammen kam.
Doch Rebellen, die selber in einer Lehrwerkstatt arbeiten, haben noch
nicht unter Kollegen gesammelt. Sie berichten, dass sie mit einer Angst
fertig werden müssen, die Kollegen anzusprechen und richtig offensiv zu
sammeln.
Am 1. Mai traten wir mit den Lenin T-Shirts auf und verkauften 13 Shirts.

REBELL Freiburg:
Wir nutzen auch schon den Spendenaufruf beim Sammeln auf der Straße oder
auf Demos und haben dort einiges gesammelt. Die Montagsdemo hat uns
aber zu Recht kritisiert, dass dort vor allen Dingen für die
selbstfinanzierte Montagsdemo-Bewegung gesammelt werden sollte!
Unter Freunden, Kommilitonen  oder Kollegen haben wir erst vereinzelt
gesammelt. Bislang sprachen wir nur Freunde an, die zu einer Aktion
kamen, wie z.B. dem 1. Mai. Dort trugen wir auch die Lenin Shirts. Dies
forderte auch die Demonstranten und Kundgebungsbesucher heraus. ¾ aller
Diskussionen an diesem Tag führten wir über Lenin und den Sozialismus.
Die Arbeit unter Freunden ist eine sehr gute Möglichkeit Rebellen zu
gewinnen und Spenden für unsere internationalistische Arbeit zu sammeln.
Vor allen Dingen bleibt es nicht bei einer kurzen Diskussion stehen.
Dies erhöht auch den Anspruch an seine Argumente und
Überzeugungsfähigkeit. Selbst wenn man mal dann in einer Diskussion
nicht weiter kommt oder ein Freund spontan erst einmal nicht spendet,
dann kann man auf diesem Stand der Auseinandersetzung aufbauen. Es kommt
darauf an, aus den gemachten Erfahrungen zu lernen und sich für das
nächste Mal bessere und detailliertere Argumente zu überlegen. Eine
geeignete Vorgehensweise ist ebenso wichtig.

Daniel, 25 Jahre:
Ich habe wichtige Erfahrungen bei Diskussionen unter Azubikollegen
gemacht. Dabei wurde über die Tarifrunde, die Übernahme oder ähnlichem
diskutiert. Doch ich bin der Meinung, dass wir Rebellen viel
grundsätzlicher argumentieren müssen. Wir bleiben in diesem
kapitalistischen System „stecken“, wenn wir nicht die Frage aufwerfen,
wohin die Reise gehen soll. Dazu müssen wir uns Argumente entwickeln und
den Leuten zutrauen, den Sozialismus aufzubauen, also Vertrauen in die
Kollegen zu entwickeln.
Deshalb habe ich jetzt unter meinen Azubiskollegen die ICOR und den
REBELL bekannt gemacht und eine Jugendversammlung dazu genutzt, breit
Spenden zu sammeln. Ich habe in der Versammlung meiner Lehrwerkstatt
einfach die Spendendose rumgehen lassen und erklärt, worum es geht.
Dabei kamen 16€ zusammen. Nicht jeder hat sofort gespendet, doch die
ICOR ist nun jedem ein Begriff. Dies bietet Chancen für weitere Spenden
und Gewinnung von weiteren Mitstreitern.

REBELL Stuttgart:
In unserer Rebellgruppe haben wir gute Schritte in der Entwicklung der
ICOR Kampagne gemacht. Seit Februar diesen Jahres gibt es bei jeder
Monatsveranstaltung unserer Rebellgruppe  zu Beginn einen Kassenbericht.
Hier diskutieren wir nicht nur dir reinen finanziellen Ergebnisse. Wir
organisieren eine gemeinsame Auseinandersetzung um die ICOR Kampagne, wo
die Spendenkampagne dazu gehört.
Wir legen monatlich fest welchen Kollegen oder Kontakt wir anhand einer
bestimmten Frage gewinnen wollen. Beim nächsten Treffen werten wir dies
dann aus. Somit haben wir schon 100€ unter Freunden gesammelt. Diese
Vorgehensweise würden wir auch anderen Rebellgruppen empfehlen.
Die Leitschnur muss sein, immer mit der Frage um eine Spende zu beginnen
und anhand dessen die Diskussion auszurichten. Bei Freunden weiß man
doch am besten, welche Frage eine Rolle spielt, was dieser für
Interessen hat und wie man ihn am besten auf unsere
internationalistische Arbeit anspricht.
Im Moment kommt man gut mit griechischen Kollegen ins Gespräch. Hier
kann man die KOE (Kommunistische Partei Griechenlands, ICOR Mitglied)
gut bewerben.
Wenn man jemanden für eine Spende gewinnt, muss der nächste Schritt sein
ihn für etwas Dauerhaftes zu gewinnen, zum Beispiel als Dauerspender
bei SI (Solidarität International).

REBELL Düsseldorf
Beim Tragen des Lenin Shirts auf der Arbeit, in der Schule o.ä.  kann
man zielgerichteter diskutieren. Man muss konkrete Fragen und
Vorstellungen klären, z.B. Vorbehalte gegen Stalin, Mao, Kommunisten
oder wenn Kollegen persönliche Erfahrungen mit Revisionisten gemacht
haben. Die Leute werden niemals für eine Revolution einstehen, wenn
diese Fragen nicht geklärt sind! Deshalb ist es strategisch sehr wichtig
mit dem Shirt in die Offensive für Lenin und den Sozialismus zu gehen.
Wir müssen uns mit der Strategie und Taktik der internationalen
Revolution, der Geschichte der Arbeiterbewegung und dem Marxismus
Leninismus dafür genau auskennen. Hiermit qualifizieren wir Rebellen uns
auch inhaltlich das Shirt zu tragen und die ICOR Kampagne offensiv
durchzuführen.

Rotfuchsleitung:
An den meisten Orten wird inzwischen zu jedem Rotfuchsdtreffen ein
Werbeumzug mit Spendensammlung gemacht. Dadurch gewannen wir neue
Mitglieder und die Rotfüchse haben sich einen Namen im Stadtteil
gemacht. Manche Orte berichten, dass jedes Mal bis zu 15 € bei einem
Werbeumzug zusammenkommen.
Dass die Rotfüchse nun Spenden für die internationale Arbeit des REBELL
sammeln, ist eine neue Herausforderung. Darum findet auch eine
schöpferische Auseinandersetzung innerhalb der Rotfuchsleitung statt.
Wir zogen wichtige Schlüsse für die Höherentwicklung der Spendekampagne.
Nun kommt es darauf an, die Spendenkampagne an den Orten so zu
organisieren, dass die Kinder was lernen, neue Mitglieder gewinnen.

Wir von der Arbeitsgruppe Finanzen und Material hoffen, dass ihr diesen
Artikel nutzt, eure Arbeit innerhalb der ICOR Kampagne selbstkritisch
auszuwerten und Schlüsse für die Höherentwicklung zu ziehen.
Schreibt der Verbandsleitung dazu eure Erfahrungen, Probleme und auch offene Fragen.

Eure Arbeitsgruppe Finanzen und Material

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