Published on Juni 25th, 2012 | by Esitileti296

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Fukushima-News

Alle 54 Atomkraftwerke in Japan sind vom Netz- Grund zum Feiern und zum Weiterkämpfen!
Am 5. Mai wurde das letzte noch in Betrieb befindliche AKW in Japan abgeschaltet. Damit sind gegenwärtig alle 54 AKWs vom Netz. Über 5.000 AKW-Gegner feierten diesen Erfolg in einem Park in Tokio. Feiern gab es auch in anderen Städten. (www.rf-news.de 7.5.2012) Die Regierung hatte eine solche Situation vermeiden wollen. Denn sie führt ganz Japan und der Welt vor Augen, dass das Land entgegen der jahrzehntelangen Propaganda vollständig auf Atomstrom verzichten kann. Die Atomkonzerne und die Regierung drängen jetzt darauf, die abgeschalteten AKWs möglichst schnell wieder in Betrieb zu nehmen. Als erstes soll das AKW Oi wieder angefahren werden.
Ebenso hat sich der Gouverneur der Präfektur Fukui entschieden. In der Bevölkerung ist die Ablehnung eindeutig. Nach Umfragen der Nachrichtenagentur Kyodo sind 60 Prozent der Japaner dagegen, das AKW Oi wieder in Betrieb zu nehmen, nur 26 Prozent sind dafür. In der zweiten Aprilhälfte demonstrierten AKW-Gegner in Tokio gegen das Wiederanfahren von Oi, was von fast allen Medien totgeschwiegen wurde.

AKW- Konzern Tepco ist finanziell ruiniert
Die Betreiberfirma des Katastrophenatomkraftwerks Fukushima in Japan ist
finanziell ruiniert. Es brauchte Monate, einen neuen Präsidenten zu
finden. „Ein insolventes
Energieunternehmen mit Atomreaktoren nach der Kernschmelze zu führen,
erschien Spitzenmanagern anderer japanischer Unternehmen nicht
sonderlich attraktiv“
, schreibt die FAZ vom 9.5.2012. Jetzt wurde
aus Verlegenheit Naomi Hirose auserkoren. Der Staat hat Tepco bisher
mit 16 Milliarden Euro geholfen, sonst wäre der Konzern längst pleite.
Faktisch ist er verstaatlicht.
Tepco muss das zerstörte AKW Fukushima abschreiben und trägt die Kosten
für die Aufräumarbeiten. Dazu kommt die Entschädigung der Opfer der
Atomkatastrophe, mehr als 1,5 Millionen Menschen. Die Versorgung der
Hauptstadtregion Tokio muss ohne die 17 AKWs von Tepco aufrecht erhalten
werden. Das macht teure Importe von Öl und Gas notwendig. Tepco hat zur
Finanzierung des Konzerns eine Erhöhung der Stromtarife für private
Haushalte von über 10 Prozent eingeplant und will die Inbetriebnahme
seiner AKWs in der Präfektur Niigata durchsetzen. (www.stern.de und
www.nzz.ch 14.5.2012; Frankfurter Rundschau 15.5.2012)

Energiemonopole in der Krise – Weiterbetrieb und Neubau von Atomkraftwerken verhindern
In Litauen haben Atomkraftgegner
eine Unterschriftensammlung für ein Volksbegehren gegen den Neubau
eines AKW am Standort Ignalina/Visaginas begonnen. Sie brauchen dafür
300.000 Unterschriften. Für den Abriss der alten Reaktoren an diesem
Standort gab es Fördergelder der EU in Höhe von zwei Milliarden Euro.
Der Neubau wird auf sechs bis acht Milliarden Euro veranschlagt und soll
von der japanischen Firma Hitachi-GE Nuclear Energy ausgeführt werden. (www.taz.de 6.5.2012)

Eon plant seit Ende 2011 den
Neubau des AKW Pyhojäki an der finnischen Ostseeküste. Greenpeace hat
den Eon-Vorstand gewarnt, damit würden wegen längerer Bauzeiten und
Kostensteigerungen Milliarden in den Sand gesetzt. Selbst im
Aufsichtsrat und unter Großaktionären gibt es Gegner der Ausbaupläne in
Finnland. (Süddeutsche Zeitung 3. und 4.5.2012)

RWE will die beiden stillgelegten Kraftwerksblöcke des AKW Biblis in den nächsten Jahren abreißen. (FR 12.5.2012)

Um den ersten Reaktor des AKW Kundankulam in Betrieb zu nehmen, hat die Regierung des indischen Bundesstaats Tamil Nadu
bis zum 7. Juni eine Sperrzone in einem Umkreis von sieben Kilometern
verhängt und Tausende Polizisten um das AKW zusammen gezogen. Sie will
damit eine Blockade verhindern. (www.rf-news.de 10.5.2012)

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