Published on Mai 10th, 2012 | by Esitileti296

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Gedenkdemonstration für Philipp Müller

Vor 60 Jahren wurde der Kommunist und Friedenskämpfer Philipp Müller in Essen erschossen. Hier könnt ihr den vollständigen Artikel zu Philipp Müller, der in der Roten Fahne Nr. 19/2012 erschien herunterladen.
Der REBELL hielt auf der Gedenkdemonstration auch einen Redebeitrag:
„Liebe Teilnehmer,
es ist ein super Gefühl, heute hier zu sein. Wir haben an diesem Wochenende etwas tolles auf die Beine gestellt, das in die Zukunft weist. Nahezu alle linken Organisationen in Essen organisieren diese Manifestation gegen den Militarismus und zur Ehrung des jungen Kommunisten Philipp Müllers, der vor 60 Jahre von der Polizei erschossen wurde!




Das ist heute alles andere als
selbstverständlich. Die Regierung will den Antikommunismus zur Grundlage
der öffentlich geförderten Jugendarbeit machen, und verbreitet darum
eifrig ihre Totalitarismus-Theorie. Das wird zu Recht breit abgelehnt!


Es soll davon ablenken, dass die
einzige Demokratie, die wir hier haben, darin besteht alle paar Jahre
ein Kreuz zu machen. Kapitalismus-kritisch dürfen wir noch sein, aber
erlaubt man sich, das System der Ausbeutung und Unterdrückung aktiv in
Frage zu stellen, ist schnell Schluss mit Demokratie. Trotzdem besteht
die Hauptmethode der Herrschenden  heute noch darin, die öffentliche
Meinung zu manipulieren. 


Der Kapitalismus ist alles andere als
fest im Sattel. In etwa 50 Prozent der Länder der Welt werden die
Verhältnisse durch Massenkämpfe, Streiks, oder Aufstände in Frage
gestellt.


Weil er uns keine positive Zukunft
bieten kann, wollen sie uns einreden, er sei alternativlos und der
Sozialismus gescheitert. Diese Antikommunismuskampagne ist EU-weit
gesteuert.


Die Verbreitung von
Geschichtsfälschungen ist dabei Alltag. Nach dem 2.Weltkrieg wäre es
undenkbar gewesen, Stalin in der Öffentlichkeit als Massenmörder
darzustellen, schließlich trug die Rote Armee unter seiner Führung  den
Hauptanteil an der Befreiung vom Hitlerfaschismus. Heute dürfen
sogenannte „Verfassungsschützer“ ihre  Hetze im Unterricht verbreiten,
und ihre wissenschaftlichen „Beweise“ bestehen darin, dass ein
Antikommunist den anderen zitiert. 


Moderner Antikommunismus bedeutet aber
nicht nur Propaganda, sondern ist ein ganzes System der Manipulation
und Unterdrückung. Andere Ansichten, Analysen oder eine sachliche
Diskussion werden rigoros unterdrückt. Das lehnen die meisten Menschen
ab. Und trotzdem bleibt ein ungutes Gefühl zurück, was davon abhält sich
genauer mit dem Sozialismus zu beschäftigen.


Viele Jugendliche beteilligen sich an
Demos für konkrete Sachen, aber es ist nicht gerade „In“, sich zu
organisieren. Das ist auch eine Wirkung des Antikommunismus, als würde
man damit eine individuelle Freiheit verlieren. Diese gibt es aber in
diesem unfreien System nicht, man kann sie sich nur organisiert
erkämpfen.


Lasst uns darum gemeinsam in die
Offensive gegen den alten und neuen Antikommunismus gehen! Wir sind
keine Hunde, die man mit Maulkörben bändigen kann! Von denen, die unsere
Zukunft zerstören, lassen wir uns nicht vorschreiben, was wir zu denken
haben!


Damit das möglich ist, muss gelten:
„Gib Antikommunismus keine Chance!“, unabhängig davon, ob man sich
selbst als Sozialist sieht oder nicht. Das macht den Weg frei für
gesellschaftliche Perspektiven. Denn der Antikommunismus hat keine
andere Aufgabe, als uns den Weg in eine positive Zukunft zu verbauen!


Philipp Müller kämpfte dafür. Er sah
im antifaschistischen Aufbau auf dem Gebiet der ehemaligen DDR eine
Perspektive für sich und seine Familie. Darum verlor er seinen Job und
bezahlte letztlich mit seinem Leben.


Wenn wir ihn heute ehren, ist uns das auch eine Verpflichtung, seinen Kampf fortzuführen.

Rebellion ist gerechtfertigt! Vorwärts zum echten Sozialismus“


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