Published on Mai 2nd, 2012 | by Esitileti296

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Aktuelle Umwelt-News

2.5.12 – Nur noch ein AKW in Japan am Netz! Japan will an der Atomtechnologie festhalten.
Tepco hat am 26. März sein letztes AKW vom Netz genommen. Damit ist in ganz Japan von 54 AKWs nur noch eins in Betrieb, ohne dass die Energieversorgung zusammen bricht. Allerdings sind deswegen höhere Importe von Öl und Gas notwendig, was die japanische Außenhandelsbilanz belastet. Die japanische Regierung und die Energiekonzerne drängen darauf, die stillgelegten AKWs so bald wie möglich wieder anzufahren, um ihre Maximalprofite aus deren Betrieb zu ziehen. Laut einer Befragung von 3.000 Erwachsenen durch die Zeitung „Tokyo Shimbun“ sind aber 80 Prozent der Bevölkerung für einen Ausstieg aus der Atomkraft. (www.spiegel.de 19.3.2012)


Das zerstörte AKW in Fukushima ist nicht unter Kontrolle!

Eine Messung mit Endoskopen ergab im Block 2 einen Wasserstand von
gerade einmal 60 Zentimetern. Die Regierung ging bisher von 10 Metern
aus. Es geht also sehr viel Wasser durch Lecks verloren, dringt in den
Boden ein oder fließt unkontrolliert ins Meer. Arbeiter haben neue Lecks
gemeldet. Die gemessene Radioaktivität ergab 30 bis 73 Sievert die
Stunde. Bisher waren höchsten zehn Sievert pro Stunde gemessen worden.
Sechs Sievert pro Stunde gelten als tödliche Dosis. (Süddeutsche Zeitung
29.3.2012) Die Folgen der radioaktiven Verseuchung des Meeres
interessieren Tepco nicht. 11,5 Millionen Liter radioaktives Abwasser
wurden bisher in den Pazifik geleitet. (Süddeutsche Zeitung 16.3.2012)

Bau verschiedener AKW’s wurde aufgegeben.
Bulgarien hat den Bau des AKW Belene an der Donau wegen zu hoher Kosten
und Zweifeln an der Rentabilität eingestellt. (http://diepresse.com und
www.nzz.ch 28.3.2012)
Mit der Begründung „hoher Kosten“ und langer Kapitalrücklaufzeiten gaben
RWE und Eon am 29. März bekannt, dass sie ihre Pläne zum Bau von fünf
bis sechs Atomkraftwerken mit einer Leistung von zusammen 6.000 MW in
Großbritannien aufgeben. Sie sollten bis 2025 für eine Bausumme von 16
Milliarden Euro fertig gestellt werden. Reaktorneubauten in Frankreich
und Finnland kosten am Ende mit über sechs Milliarden Euro doppelt so
viel, wie ursprünglich geplant. Die Bauzeit hat sich um mehrere Jahre
verzögert.  (FR 2.4.2012)


Unverschämte Forderung nach Suvention der Atomkraft

Zur Vorbereitung eines Treffens der europäischen Wirtschafts- und
Energieminister Ende der Woche in Brüssel haben die Regierungen von
Großbritannien, Frankreich, Polen und Tschechien die Forderung
aufgestellt, die Nutzung von Atomkraft auszubauen und sie zu
subventionieren. Die Länder fordern, Atomkraftwerke künftig wie
Solaranlagen oder Windräder als emissionsarme Technologien einzustufen.
Tatsächlich wird bei der Stromherstellung im laufenden AKW-Betrieb kein
CO2 freigesetzt. Aber wenn man alle CO2-emittierenden Prozesse bis zur
Atomstromerzeugung summiert – Schürfung der Uranerze, Transporte,
verfahrenstechnische Trennung und Anreicherung, Bau der AKWs – so kommt
man pro 1.000 MW Atomstrom und Jahr auf rund 230.000 Tonnen CO2. Rechnet
man den Energieaufwand durch die Folgeprozesse wie die
Wiederaufbereitung, Zwischenlagerung, Endlagerung für einige
hunderttausend Jahre Jahre hinzu, so übertrifft die CO2-Emission den
CO2-Ausstoß von mit fossilen Enegieträgern betriebenen Kraftwerken bei
weitem. (www.rf-news.de)


AKW Brokdorf  aus Sicherheitsgründen abgeschaltet

In einem Abklingbecken des AKW Brokdorf wurden gebrochene
Niederhaltefedern entdeckt, welche die Brennelemente in ihrer Position
fixieren. Das AKW wurde abgeschaltet, um zu überprüfen, ob Federn im
Reaktor gebrochen sind. Die Anti-Atom-Organisation „ausgestrahlt“
forderte, das AKW umgehend und auf Dauer stillzusetzen.

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