Published on April 3rd, 2012 | by Esitileti296

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„die Übersetzungen haben richtig Spaß gemacht“

http://www.gsa-essen.de/gsa/grafik/gsa_logo1.gif3.4.2012 (Korrespondenz) – Für alle Schüler aus meiner Stufe stellte sich diese Jahr die Frage, wo sie ihr zweiwöchiges Praktikum verbringen sollten. Auch ich habe lange hin und her überlegt. Nachdem ich mich gegen die Schule und ein Krankenhaus entschieden habe, entschloss ich mich, in die GSA, die „Gesellschaft zur Förderung wissenschaftlicher Studien zur Arbeiterbewegung“, zu gehen.


Die ist in Gelsenkirchen und ich hatte gehört, dass immer wieder Leute
hier ihr Praktikum machen. Ich hatte also die Wahl, ob ich mich lieber
mit Analysen zur Wirtschaftsentwicklung und entsprechenden Statistiken
oder mit Übersetzerarbeiten beschäftigen möchte. Die GSA ist nämlich ein
wissenschaftliches Institut, das auch für die MLPD und andere
fortschrittliche Organisationen Analysen und Übersetzungsarbeiten macht.
Da werden Texte aus  der internationalen revolutionären und
Volksbewegung ins Deutsche übersetzt – und umgekehrt.
Und das ist ja heutzutage wichtiger denn je!
Fremdsprachen liegen mir mehr, also entschied ich mich, mir in der Zeit
die Arbeit der Übersetzer genauer anzuschauen. Gleich an meinem ersten
Tag wurde ich wirklich herzlich empfangen, herum geführt und bekam
einige Dinge zu den Übersetzungen erklärt. Zum Beispiel erfuhr ich, dass
in diesem Büro das Buch „Morgenröte der internationalen sozialistischen
Revolution“ übersetzt wurde. Mittlerweile ist es auf Englisch und
Spanisch fertig, an der französischen, türkischen und sogar arabischen
Fassung wird noch gearbeitet. Ich fand es völlig beeindruckend, wie
viele Leute hier zusammen an dem Buch arbeiten und wie das organisiert
wird. Ganz konsequent wird jede Übersetzung vier bis fünf Mal
korrigiert. Mich hat schon verwundert, das Leute in Griechenland,
Venezuela und anderen Ländern so ein Interesse an diesem Buch haben.
Dass jeder das Buch zur Verfügung gestellt bekommt, wird hier möglich
gemacht. Dabei habe ich mir auch mal überlegt, wie dringend solche
Übersetzer gebraucht werden. Gar nicht unbedingt direkt für so ein Buch.
Auch kleinere Sachen wie Artikel oder Briefe muss man ja irgendwie
verstehen. Genau solche Sachen gingen dann in den folgenden zwei Wochen
immer wieder an mich, und die Übersetzungen haben richtig Spaß gemacht.
Aber ich habe in den zwei Wochen auch einen amerikanischen Übersetzer
getroffen, der mir alle Fragen zu dem Beruf beantworten konnte, also was
man zum Beispiel für eine Ausbildung braucht und noch vieles andere.
Jetzt, am Ende meines Praktikums, nehme ich mir vor, noch ganz viel dazu
zu lernen, um irgendwann mal richtig übersetzen zu können. Die erste
gute Möglichkeit dazu habe ich im August: Da macht die Organisation
„Solidarität International“ ein Seminar für Leute, die Übersetzen lernen
möchten. Außerdem kann ich dabei auch noch den Beruf des Dolmetschers
kennen lernen, also jemand, der zum Beispiel bei Konferenzen mündlich
übersetzt, was andere sagen. Gerade das ist auch für den REBELL ganz
besonders wichtig. Schließlich machen mittlerweile immer wieder
Vertreter des REBELL Reisen in andere Länder. Nach Griechenland, Indien,
Ägypten, Venezuela, auf die Philippinen, und viele andere. Das würde ja
gar nicht gehen, wenn nicht möglichst viele Leute Sprachen wie
Englisch, Französisch oder Spanisch sprechen – und dann eben auch für
andere dolmetschen können. Auch das wird bei diesem Seminar geübt. Für
mich eine perfekte Gelegenheit. Für Dich auch?


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