Published on Oktober 21st, 2011 | by Esitileti296
1Jugendverband REBELL unterstützt Auruf zu Bildungsprotesten im November
21.10.11 Der Jugendverband REBELL begrüßt und unterstützt den Aufruf der bundesweiten Bildungsstreikkonferenz zum „Bildungsstreik für Solidarität und freie Bildung“ am 17. November 2011!
Wir finden es genau richtig und teils auch etwas neues,
- die Bildungsproteste weiterzuführen!
- sich gegen die Interessen der Konzerne und Banken zu richten,
- sich für die unmittelbaren Anliegen der Bildung, aber ebenso für
politische Belange wie gegen Militarisierung, für den Nahverkehr zu
engagieren, - dass die Schüler-, Studenten- und Jungarbeiterproteste sich stärker durchdringen,
- dass im Aufruf explizit der Zusammenhang zu den weltweiten Jugend- und Sozialprotesten hergestellt wird,
- dass der Aufruf sich nicht nur für unmittelbare
Reformveränderungen ausspricht, sondern sich die Politisierung und
Selbstorganisierung der Jugend ebenso auf die Fahnen schreibt.
Besonders wichtig finden wir die Forderung des Bildungsstreiks nach
einer Schule für alle und gegen das mehrgliedrige Schulsystem. Für ein
einheitliches und kostenloses Schulsystem von der KiTa bis zur Uni!
Deshalb unterzeichnen wir den Aufruf natürlich. Wir werden den
Bildungsstreik mit unseren Gruppen unterstützen und uns stark machen für
breite Bündnisse.
Dennoch sehen wir einige Anliegen auch kritisch, die wir hiermit nennen wollen:
- Wir finden die Forderung nach einer gesetzlichen
Umlagefinanzierung nicht richtig: sie würde bedeuten, dass gerade große
Unternehmen sich von der Ausbildung „freikaufen“ können. Denn umgekehrt
heißt diese Forderung: Wer zahlt, muss nicht ausbilden. Stattdessen
treten wir für eine 10%ige Ausbildungsquote in der Großindustrie ein und
für die unbefristete Übernahme aller Azubis entsprechend der
Ausbildung! - Wir sind für eine gesellschaftskritische Richtung der
Bildungsproteste. Eine „freie Bildung“ wird im Kapitalismus nie möglich
sein – wer über Staat, Konzerne, Banken etc. verfügt, der verfügt auch
über die Bildung. Eine „freie Insel“ an Bildungseinrichtungen ist
unserer Meinung nicht nur nicht möglich, sondern auch zu wenig! Lieber
sollten wir die ganze Gesellschaft von der Herrschaft des
internationalen Finanzkapitals befreien – was natürlich nicht Konsens
der breiten Bewegung ist. Sozialismus – aber echt! Dafür steht der
REBELL.
Auf zu kämpferischen Bildungsprotesten!
Jugendverband REBELL

