Published on Oktober 2nd, 2011 | by Esitileti296

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IGM Aktionstag für die unbefristete Übernahme!

2.10.2011 – Statt der erwarteten 15.000 kamen gestern 20.000 Jugendliche in Köln zum großen Aktionstag für die unbefristete Übernahme aller Azubis. Kämpferisch und selbstbewusst waren viele das erste Mal auf einer solchen Demo und erlebten stolz die Masse und Kraft die in der Gewerkschaftsorganisation steckt. Nachdem die Forderung nach der unbefristeten Übernahme aller Azubis bis vor wenigen Jahren in der Gewerkschaft noch durchaus umstritten war und viele unserer Rebellen damit in Gewerkschaftsgremien in der Unterzahl waren, ist es sehr zu begrüßen dass diese wichtige Forderung nun zum Allgemeingut in der Gewerkschaft wird. 


Dem Linkstrend unter den Arbeiterjugendlichen wurde auch mit
Kapitalismuskritik Rechnung getragen, so mit riesigen Transparenten „Die
Krise gehört euch. Die Zukunft gehört uns. Dieser Kapitalismus gehört
weg“ (wir fragen uns nur, was mit „dieser“ eigentlich gemeint ist?).
Großen Applaus gab es auch für Solidaritätsdelegationen aus Spanien und
Südafrika – der südafrikanische Kollege berichtete, dass 67% der
Jugendlichen bei ihnen noch nie einen Job hatten. Eric Leiderer,
Bundesjugendsekretär der IGM, stellte auch die Verbindung zur Rebellion
im Mittelmeerraum her und traf damit auf Zustimmung. Neu war auch, dass
es kurzzeitig ein offenes Mikro mit kleinen Interviews auf der Bühne
gab. In den Argumenten für die richtige Forderung wurde jedoch immer
wieder betont, dass die Forderung nach der Übernahme doch im Grunde auch
für die „Arbeitgeber“ von Vorteil wäre, und man sie davon überzeugen
und „in die Verantwortung“ nehmen müsse. Mit dieser Argumentation ist
ein Unterordnen unter die Profitinteressen der Konzerne angelegt – so
berichteten viele Azubis und auch Betriebsräte und JAVis aus der
betrieblichen Realität von Regelungen der einjährigen Übernahme, und
„dass mehr jedoch nicht drin sei“. Deshalb ist es wichtig, dass von
diesem Aktionstag auch ein Signal ausgeht, dass die unbefristete
Übernahme in der Tarifrunde in Verbindung mit betrieblichen Aktionen
wirklich durchgekämpft wird, auf Kosten der Profitinteressen.
Es war vielen Jugendlichen ein sehr ernstes Anliegen, hier für seine
Zukunftsinteressen einzustehen. So waren auch Schüler da, nicht
übernommene Azubis die jetzt Leiharbeiter oder arbeitslos sind, auch
Aktivisten der Bildungsproteste stellten die Gemeinsamkeit des Anliegens
heraus: „Übernahme für alle, kostenlose Bildung für alle!“. Azubis von
Opel Bochum und Rüsselsheim lernten sich kennen und tauschten sich aus.
Als nach Demo und Kundgebung in der Lanxess-Arena Fernsehberichte über
den Aktionstag kamen, erhielten die sprechenden Azubis tosenden Applaus,
Philipp Rösler dagegen ein gellendes Pfeifkonzert.
Die Aufkleber des REBELL stießen auf sehr großes Interesse und waren
überall zu sehen. Bei Videoaufnahmen der IGM wurden die Aufkleber des
REBELL jedoch wegzensiert… In interessanten Gesprächen wurde das
Bewusstsein über die grundlegenden gesellschaftlichen Probleme deutlich,
auch viel spontane Zustimmung zu unseren Gedanken der Bedeutung eines
revolutionären Jugendverbands und des Sozialismus. Zugleich hatten auch
viele noch die Hoffnung, ob man nicht „eine Mischung aus Sozialismus und
Kapitalismus“ schaffen könnte, und  mit Demos wie heute alleine die
Welt verändern könne. Es wurden einige Verbindungen geknüpft sowie
Rebell-Magazine und „Kapitalismuskritik von Marx“-Broschüren verkauft.
Im Gelsenkirchener Bus wurde neben den Betriebsdelegationen die MLPD gesondert begrüßt. Das offene Mikro von kämpferischen Kollegen wurde offen aufgenommen.
Jugendvertreter von Ford sangen hier lauthals das Einheitsfrontlied von
Bert Brecht, das sie auf IGM-Schulungen gelernt haben – und erstaunlich
viele sangen mit.
Während das einheitliche Auftreten mit Tshirts etc. einerseits toll
etwas her machte, stieß der enorme finanzielle Aufwand auch auf Unmut.
Mindestens in die Hunderttausenden müssen die Ausgaben gegangen sein:
Kostenlose Tshirts und Boxhandschuhe für jeden, Busfahrt und Zutritt zum
Konzert mit Top-Bands, X Videoleinwände – in manchen Bussen erhielt
sogar jeder 10€ bar auf die Hand für die „Tagesausgaben“. Da machte es
schon richtig Spaß, für jeden unserer REBELL-Aufkleber 5 Cent zu
verlangen und dies politisch zu begründen – was oft verwunderte
Reaktionen auslöste, jedoch nur wenige abhielt sich einen zu kaufen…
V.a. war diese Organisation in der Gewerkschaft vielfach damit
verbunden, eigenständige Initiativen zu ersticken – so sah man so gut
wie keine selbst gemachten Schilder, was vorher in manchen Betrieben
trotz Initiative richtig verhindert wurde. In einigen Verwaltungsstellen
wurde auch betont unpolitisch geworben, was auch dazu führte dass den
ganzen Tag auch ordentlich gesoffen wurde.
Es war dennoch ein toller Aktionstag der Jugendgewerkschaftsarbeit, der
ein wichtiges Zeichen in derzeitigen politischen Situation setzt.
Glückwunsch auch an die vielen IGM-Jugendaktivisten, die hier von früh
bis spät viel Zeit und Initiative reingesteckt haben.


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One Response to IGM Aktionstag für die unbefristete Übernahme!

  1. Stella says:

    Can’t say thank you enough to Ali & Roberto!! I loved, loved their season.I suffer from sever Crohn’s Disease & have had my intestine removed to prevent cancer. I co2n;l&#8u17dt have asked for a better couple to represnt those of us who suffer from this sometimes debilitating disease. My thoughts are with Ali’s brother & sister, may their disease always stay mild!!!

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