Published on September 4th, 2011 | by Esitileti296
0Dortmund: Nazis bekommen Abfuhr!
4.9.2011 – Erneut haben die Nazis eine Abfuhr bekommen für ihren Versuch, in Dortmund Fuß zu fassen. Die Dortmunder Bevölkerung und der ganze Ruhrpott hat gezeigt: Wir sind antifaschistisch, keinen Fußbreit den Faschisten!
Der Protest gegen den Naziaufmarsch am 3.9.2011 war sehr breit: Viele
Jugendverbände waren dabei (REBELL, SDAJ, Jusos, junge grüne, solid) die
Antifa; Parteien wie die MLPD, SPD, Grüne, Linkspartei und andere
bürgerliche Politiker. Von verschiedenen Montagsdemonstrationen,
Rentner, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Bund der
Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA), türkische Jugendliche
aus dem Stadtteil waren mit dabei. Auch diejenigen, die nicht mit
demonstrierten brachten ihre Zustimmung zum Ausdruck: sie applaudierten
für Demo oder empörten sich bei der Poliezi über ihr Vorgehen.
Wäre die Poliezi nichtgewesen, hätten die Faschisten keinen Schritt in
Dortmund gemacht! Die Stadt war voll mit Antifaschisten. Nur dank des
riesigen Aufgebots der Polizei mit offiziell 4000 Polizisten mit
mehreren Schutzringen um die Route der Nazis herum konnten die Nazis
demonstrieren.
Wir vom REBELL waren auch engagiert aus dem Ruhrpott dabei. Um 7 Uhr
ging es für viele los und wir waren bis in den frühen Abend unterwegs.
Zunächst haben wir uns an der Demo durch Stadtteilbeteiligt. Diese
Demonstration zog mit kämpferischen Parolen und Kurzreden, unter anderem
von der MLPD, viele Leute an.
Dann ging es zur Kundgebung mit den Gewerkschaften, Kirchen etc. Danach
beteiligten wir uns am Blockade-Versuch. Wir waren wütend über das
Verhalten der Polizei, die alle Durchgänge blockierten und selbst den
Zugang zu erlaubten Blockadepunkten versperrten. Doch wir ließen nicht
locker und pochten an einer Straßensperre mit Unterstützung einiger
Passanten so lange auf unser Recht, bis wir durchkamen. Doch in der
„Sperrzone“ trafen wir auf noch mehr Sperren, die den Nazis den freien
Durchgang gewährleisten sollten. Klar waren auch einige Polizisten mit
ihrem heutigen Job nicht wirklich einverstanden…
In Absprache mit anderen Jugendcliquen schlugen wir uns durch und kamen
zumindest in ferne Sichtweite der Faschodemo, von wo aus wir lauthals
unsere Wut auf die Faschisten zum Ausdruck brachten. „Ob Ost ob West,
nieder mit der Nazipest“; „Nazis, Nazis jetzt wirds hart, Dortmund wird
euer Stalingrad“ oder auch „NPD wer ist das schon, jeder vierte ein
Spion“ und natürlich „Hoch die internationale Solidarität“. Recht
schnell war der Nazizug dann auch schon wieder vorbei…
Auf der Webseite der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung und auch bei anderen großen Medien wurde eine richtige Hetze gegen die Gegendemonstration gemacht und nur von Krawalle, Angriffen auf Polizisten, etc. berichtet, was aber nicht das Bestimmende war. Über den erfolgreichen Protest und den unverschämten Polizeischutz wurde dagegen kaum berichtet.
Durch den massiven Polizeischutz konnten die Nazis anders als in Dresden
ihre Demo durchführen (wenn auch mit vielen Hindernissen und Stunden
Verspätung). Für das nächste Mal müssen wir unserer Meinung nach den
Protest noch mehr bündeln. Denn zwar waren übrall Gruppen gegen die
Faschos unterwegs und man tauschte auch Infos usw. aus und war sich im
Anliegen einig – jedoch konnte durch diese Zersplitterung der Kräfte an
keiner Stelle eine ausreichende Überlegenheit hergestellt werden.
Abgesehen davon werteten wir auch aus, dass eben hier auch wieder
deutlich wurde, dass wir diesen Staat stürzen müssen um mit diesem
reaktobnären Staatsapparat endgültig fertig werden zu können.
Abends wurde im CHE bei der monatlichen REBELL-Party der erfolgreiche
Tag und der Abschluss unserer Aktionswoche gegen Krieg und Faschismus
gebührend gefeiert.

