Published on August 30th, 2011 | by Esitileti296

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Spanienkämpfer Gert Hoffmann an das Sommercamp

30.08.2011 – Auf dem Sommercamp des REBELL gab es einen Workshop und eine Veranstaltung zu den internationalen Brigaden. Per Telefonschaltung übermittelte einer der letzten Spanienkämpfer, Gerd Hoffmann, uns seine Grüße;
„Vor 75 Jahren sind junge Menschen aus aller Welt nach Spanien geeilt, um der von faschistischen Generälen bedrohten Spanischen Republik zu Hilfe zu kommen.
Wir hatten uns keine Ehrungen keine Bezahlung zu erwarten, wir kamen nach Spanien und boten unser junges Leben an, um die Republik zu retten.


Die Internationalen Brigaden sind ein einmaliger Beweis dafür, was
Internatio-nale Solidarität vermag.  Wenn wir heute zusammenkommen, wir
sind nur mehr einige ganz wenige, alle über 90 Jahre alt, aus USA,
Deutschland, Israel, Österreich oder einem anderen der fünfzig Länder,
aus denen wir kamen, dann begrüssen wir uns noch immer mit:


Salud, Compañero, no pasarán!


In demselben unerschütterlichen antifaschistischen Geist werdet Ihr für
eine bessere Welt, gegen Rassenhass und für die Freundschaft der Völker
eintreten und für eine friedliche Welt kämpfen, eine Welt, die jungen
Menschen für ein Leben in Frieden und mit Blick auf eine sichere Zukunft
offensteht.

 

In diesem Sinne;

 
Es lebe die Internationale Solidarität!

Wir schickten unseren Dank an Gert Hoffmann für das Grußwort und die Telefonkonferenz

„Lieber Gert Hoffmann,

vielen vielen Dank für deine Ansprache via Telefon zu unserer Veranstaltung auf unserem Sommercamp!


Es war ein echtes Highlight des Abends, wenn nicht sogar des ganzen
Camps. Bei 200 Jugendlichen und Kindern auf dem Platz geschieht das
nicht oft – doch in diesen Minuten war es tatsächlich
mucksmäuschenstill.


Viele unserer „Camper“ hatten wenig oder keine Ahnung von den
Ereignissen im Spanischen Bürgerkrieg. Doch war das Interesse groß: Vor
allem viele junge Schüler und Industriearbeiter haben dein bewegendes
Grußwort, die Berichte von Reinhardt und Jürgen, die Lesung von Victor
Großmann und die Lieder an unserem Liederabend als „Reise durch die
revolutionäre Weltgeschichte“ mit großen Augen und gespannt verfolgt. In
der Wochenauswertung nannten viele Jugendliche dies als Höhepunkt, mit
dem sie sich unbedingt weiter befassen wollen. Auch hörte ich eine, die
etwas resigniert war, weil es heute doch manchmal nicht einfach ist ein
Rebell zu sein – die jedoch angesichts deines Lebens und eures Kampfs
neuen Mut fasste –  denn es rückte manches Problem in ein anderes Licht.

 

Viele sagten auch, sie würden dich so gern persönlich kennen lernen!
Aufgrund der Entfernung ist das sicher nicht leicht – aber einer unserer
Rebellen studiert gerade in Wien, meinst du es wäre möglich dass er
dich mal besuchen kommt? Evtl. sogar für ein kleines Interview für unser
REBELL-Magazin?

 

Vielen Dank noch mal und alles Gute für deine Gesundheit.

 

Herzliche und rebellische Grüße!

Lisa Gärtner
Mitglied der Leitung des Sommercamps 2011
Vorsitzende des Jugendverband REBELL

Antwortbrief von Gert auf unseren Dank:
„Liebe Freunde und Genossen

Natürlich wäre ich lieber mitten unter euch rund um das Lagerfeuer


gesessen und hätte mit euch gesungen, diskutiert, mich mit euren


Problemen befasst und Antworten auf den Widersinn unserer


Gesellschaft gesucht, die alle ihre Kräfte in sinnlosen Kriegen vergeudet


und für die Jugend keine Perspektiven findet.. 


Gegen diese Gesellschaft, in der wir leben 


zu rebellieren, ist euer Recht und eure Pflicht!     


In eurem Kampf werdet ihr mich an eurer


Seite finden!


Abrazos, compañeros!

Gert Hoffmann

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