Published on Juni 30th, 2011 | by Esitileti296

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REBELL-Aufbau im Gegenwind!

Interview mit neuen Rebell-Mitgliedern aus Wuppertal. Sie spielen gemeinsam in der Band „The BOOM“


Bitte stellt euch kurz vor.
Ich bin der Marvin, 13 Jahre, und gehe auf die Gesamtschule Else-Lasker-Schüler und bin der Bassist bei der Band „The BOOM“.
Ich bin David, bin 13 Jahre alt und gehe auch auf die Else-Lasker-Schüler-Schule und spiele in der Band Keyboard.
Ich bin Karl-Louis, bin 13 Jahre alt, wir gehen alle auf die gleiche Schule, also ich auch. Ich bin schon länger im REBELL.
Ich bin der Devin, ich bin 13 Jahre alt und ich bin neu in der REBELL-Guppe.

Wie seid ihr zum REBELL gekommen?
Marvin : Der Karl-Louis ist schon länger beim REBELL und da kriegt man
ja was mit, wenn er z.B. Die T-Shirts vom REBELL anzieht. Dann fragt
man, was das ist, das hat mich neugierig gemacht. Beim
Pfingstjugendtreffen hat man viel über REBELL und MLPD erfahren. Dann
informiert man sich darüber, weil mich das neugierig machte. Ich habe
mich dann angemeldet weil ich das interessant war und neugierig, wie das
ist.

Wie war das mit den T-Shirts in der Schule?
Karl-Louis: Unser Klassenlehrer hat mich zu ihm gerufen und meinte, man
dürfe keine politische Kleidung in der Schule anziehen. Dann habe ich
mit der Verbandsleitung des REBELL geredet und sie haben gesagt ich soll
weiter machen und haben wir Tipps gegeben. Ich habe auch im Internet
was gefunden wo steht, dass man das darf. Dann habe ich das wieder
angezogen am nächsten Tag. Der Lehrer nahm mich dann mit zur
Schulleitung. Die haben mir dann ein Gesetz gezeigt, dass man keine
wirtschaftliche und politische Werbung in der Schule machen darf.
Irgendwann hat meine Schulleiterin mit einem Typ vom Schulministerium in
Düsseldorf gesprochen. Der meinte, ich darf das, nur keine Flyer
verteilen, aber T-Shirt tragen schon. Jetzt wollen die Lehrer das in die
Schulordnung aufnehmen, dass man das nicht darf.

Was stand denn auf dem T-Shirt?
Karl-Louis: REBELL, unser Logo. Mit rotem Stern.
Devin: Wenn man kein REBELL-T-Shirt anziehen dürfte, dürfte man ja auch
kein Adidas oder Nike-T-Shirt oder sonstwas anziehen dürfen. Das wäre
dann ja auch wirtschaftliche Werbung.
Karl-Louis: Oder auch für die Kirche. Die Chill-Outs in der Pause sind auch Werbung für die Kirche.

Sehr gut, dass ihr euch nicht davon einschüchtern lasst. Und jetzt habt ihr euch alle REBELL-T-Shirts gekauft?
Marvin: Ja, ich hatte das auch schon an. Der Lehrer sagte ich soll das
nicht anziehen, aber ich höre nicht auf ihn, denn das ist ja nicht
verboten.
Devin: Wir lassen uns von keinem was verbieten!

Ihr habt beim Pfingstjugendtreffen ja auch den Songcontest gewonnen. Herzlichen Glückwunsch! Wie habt ihr das geschafft?
Marvin: Das lag an unserem Songwriter Karl-Louis, der Text hat auch sehr viel bewirkt glaube ich.
Karl-Louis: Wir hatten erstmal viele Probleme, weil bei der Anmeldung
sind ein paar Sachen schief gelaufen. Dann haben andere Musiker uns
Instrumente geliehen, und dann haben wir das geschafft. Wir dachten
erst, wir kommen nicht ins Finale ohne Keyboard. Aber dann hatten wir ja
eins und dann klang das Ganze schon anders. Und der Text hat vielleicht
auch dazu beigetragen.


Wir macht ihr Eure Texte? Macht die einer, oder entwickelt ihr die zusammen?

Devin: Einer schreibt die, der Karl-Louis.

Auch die Musik, oder nur die Texte?
Devin: Alles, eigentlich. Außer was das Schlagzeug spielt.


Warum macht ihr jetzt im REBELL mit?

Devin: Wir finden es gut wie bei Stuttgart 21, die wollen das umbauen
obwohl die Leute das nicht wollen, und deshalb demonstriert man. So
würde ich das auch machen, darum bin ich beim REBELL.
Marvin: Man will mit seiner Meinung was bewirken. Stuttgart 21 ist totale Geldverschwendung.

Ihr hattet auch erzählt, dass es hier in Wuppertal viele Probleme mit Nazis gibt.
Karl-Louis: Ja, vor allem in Vohwinkel. Da haben die eine Stammkneipe.
Da wohnen viele Ausländer, vor allem Türken. Da hört man oft von
Vorfällen, dass sie z.B. Frauen das Kopftuch runter reißen oder sowas,
oder die beschimpfen, oder Jugendliche verprügeln.

Die haben doch jetzt auch linke Jugendliche angegriffen?   
Karl-Louis: Ja, das autonome Zentrum. Die wollten das am 29.Januar angreifen, aber da war die Blockade von uns Antifaschisten.


Was war da genauer?

Karl-Louis: Da war ein großer Naziaufmarsch. Da waren mehr als doppelt
so viele Gegendemonstranten unterwegs. Es gab eine Kundgebung in der
Stadt und voll viele waren unterwegs, auch Marvin und ich, und wollten
die Nazis blockieren. Die Polizei war sehr gewalttätig. Am Anfang
wollten die Demonstranten die Hauptstraße entlang gehen, da haben sie
Pfefferspray eingesetzt. Wir haben zum Glück nichts abbekommen.

Was würdet ihr anderen Rebellen raten, wenn sie in der Schule z.B. Einen
Spruch gedrückt bekommen, oder die Lehrer oder andere Schüler sagen mit
dem REBELL das wäre nicht gut,das lächerlich machen wollen, oder sagten
sie sollen das nicht so offen machen?

Marvin: Ich würde sagen, dass sie den REBELL ja gar nicht richtig
kennen, noch nie bei einem Treffen dabei waren. Und nur weil sie bei den
Lehrern sich nicht trauen ihre Meinung durchzusetzen müssen sie uns
keine Sprüche sagen.
David: Ich würde sagen, man braucht Unterstützung. Z.B. Von den Eltern
oder Freunden. Man muss auch wissen was man darf und nicht.
Karl-Louis: Auf jeden Fall braucht man die Mitschüler und Eltern, die einen unterstützen. Alleine geht das nicht.
Marvin: Es gibt auch manche Lehrer, die einem helfen würden. Die nicht so sind wie Hr. … , unser Klassenlehrer.


Danke für das Interview! Möchtet ihr den anderen Rebellen noch was mitteilen?

David: Macht weiter!
Marvin: Lasst euch nicht unterkriegen und bleibt beim REBELL!


OK. Wir sehen uns beim Horster Mitte Fest, wo ihr auch auftreten wollt, oder beim Sommercamp!

 

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