Published on Mai 3rd, 2011 | by Esitileti296

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Filmtipp „Die wahre Geschichte von Tschernobyl“

03.05.2011(Korrespondenz Meinerzhagen) – Den Film findet man auf www.youtube.de unter dem Suchwort „Tschernobyl“ in 10 Teilen.
Die 90 minütige Dokumentation schildert die AKW – Katastrophe in Tschernobyl in der damaligen Sowjetunion vom 26. April 1986 bis zur Fertigstellung des Betonmantels („Sakrophag“) um den explodierten Reaktor sieben Monate später (Filmminuten 1 – 70) und weiter bis in unsere Tage (Filmminuten 71 – 90) mit vielen Originalaufnahmen und Interviews von unmittelbar Beteiligten.


Es lohnt sich sehr, den Film ganz oder in Ausschnitten anzuschauen, weil
ständig ein „aha“ zu den aktuellen Ereignissen bei der Atomkatastrophe
in Fukushima/Japan ausgelöst wird:
wie versucht wird, die Katastrophe zu verschweigen, zu verharmlosen, „Entwarnung zu geben“ wie erst allmählich die Evakuierung der Anwohner bei dem Katastrophen –
Reaktor eingeleitet wird und wie die Evakuierungszone vergrößert werden
muss
wie der Katastrophen – Reaktor (bis heute) nicht im Griff ist und immer weiter Krankheit und Tod bringt.
Besonders beeindruckend zeigt der Film, wie heldenhaft 500.000 Arbeiter
(„Liquidatoren“) ohne ihre Gesundheit zu schonen, die hochradioaktiv
strahlende Reaktor – Ruine einmauern und damit eine noch größere
Weltkatastrophe verhindern.
Der Film warnt eindringlich vor der Gefahr durch AKWs (und Atomwaffen).
Die Hauptschwäche der Dokumentation ist, dass der von der Tschernobyl –
Katastrophe ausgelöste Anti-AKW-Widerstand weltweit nicht vor kommt. Am
Schluss wird sogar behauptet, dass „Tschernobyl“ zur atomaren Abrüstung
(unter dem sowjetischen Präsidenten Gorbatschow und weltweit) geführt
habe.

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