Published on März 7th, 2011 | by Esitileti296

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Jugendverband REBELL in Caracas

Wir hoffen, die Bilder und Berichte auf WWC.live vermitteln euch einen Eindruck, was hier bei der  Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen passiert. Wir vom Jugendverband REBELL haben diese dokumentierende Internet-Berichterstattung für Deutschland verantwortlich übernommen. Wir wollen euch aber auch mal erzählen, was wir als Jugendverband hier machen.

Wir leiten ein Team mit 13 Leuten für die Internet-Berichterstattung.
Mit zwei Filmteams versuchen wir das Wichtigste zu erfassen. Wir gehen
in verschiedene Veranstaltungen und berichten euch davon. Ein Fotograf
von uns macht die Bilder von Flickr und wir bekommen weitere durch
andere Teilnehmer. Am schwersten fällt uns das Erstellen der Filme. Wir
haben einen kleinen Raum hinter der Generalversammlung, wo wir an
unseren Laptops arbeiten. Es ist sehr erleichternd, dass die Universidad
Bolivariana Wlan (hier Wi-Fi genannt) hat. Leider fällt es manchmal
aus. Wir hatten es aber komplizierter erwartet.

Unser zweiter Schwerpunkt ist die Organisierung von Früh- und
Mittagssport für die Konferenz. Das hilft sehr, den Kopf wieder frei zu
kriegen von all den Eindrücken und Infos. Den  Teilnehmerinnen hier in
Venezuela gefällt vor allem Volleyball zu spielen.

Als drittes nehmen wir natürlich teil an verschiedenen Workshops:
Schwerpunktmäßig am „Talleres“ für junge Frauen (siehe Bericht) und am
„Talleres“ für arbeitende Frauen.

Dann stellt der REBELL einige Übersetzerinnen deutsch-spanisch. Sie sind
im Dauereinsatz, damit die internationale Verständigung überhaupt
klappen kann. Wir wollen über den tollen Job, den die ÜbersetzerInnen
machen, noch einen kleinen Film machen.

Anlaufpunkt ist der REBELL-Stand. Die Besucher sind sehr interessiert.
Man spürt das riesige Interesse für den Sozialismus hier in Venezuela.
Wir haben alle unsere T-Shirts „I fight for socialism“ (und auch
Pullover, bei dieser Hitze) verkauft. Wir haben kaum noch Material zum
Verkaufen. Echt phänomenal. Wer will, dass wir Material (Shirts, Taschen
etc.) mitbringen, schreibe uns bitte einen Kommentar. Wir erzählen über
die Arbeit des REBELL in Deutschland und wollen wissen, was sie hier in
Venezuela bewegt. Die Jugendlichen sind sehr stolz auf ihr Land, auch
auf ihre Regierung. Ein in Deutschland völlig unbekanntes Gefühl.
Präsident Chavez macht eine antiimperialistische Politik. Aber viele
hier sind damit nicht zufrieden. Es gibt Kritik daran, dass er Gadaffi
in Libyen unterstützt. Viele sagen: Wir leben immer noch in einem
kapitalistischen Land. Wir müssen dafür sorgen, dass gute Gesetze
umgesetzt werden und weiter kämpfen hin zum Sozialismus. Es wird viel
gelacht bei den Gesprächen, Freundschaften entstehen. Denn das Spanisch
von den meisten von uns ist dürftig. Die Mischung aus „un poco“
Englisch, „a little“ Spanisch, Händen und Füßen klappt dann aber
irgendwie. Aber wir sehen auch: Wenn wir Ernst machen, eine
internationale Revolution vorzubereiten, dann müssen wir mehr Wert auf
Fremdsprachenkenntnisse legen. Denn mit „un poco“ gibt es keine
Revolution!

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