Published on September 17th, 2010 | by Esitileti296

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Leserbrief zu Palästina-Hilfe durchgesetzt!

17.09.10 Lübeck (Korrespondenz) Am 20.6.10 erschien in den Lübecker Nachrichten (LN) folgender Leserbrief einer Berufsfachschulklasse zu einem Artikel über die erneute Kaperung eines Hilfsschiffes für die Palästinenser durch israelische Soldaten:

Zu „Hilfsschiffe geentert: Diesmal floss kein Blut“ LN vom 6.6.10
Waffenlieferung an Israel einstellen!
Der Artikel erweckt den Eindruck, die „Übernahme“ des Hilfsschiffes sei
in Ordnung, weil ja kein Blut geflossen ist. Die Enterung des Schiffes
wurde von bewaffneten Soldaten verübt, ist somit Gewaltanwendung gegen
die Besatzung, die den notleidenden Palästinensern helfen will.
Überfälle auf Schiffe vor Somalia werden auch als Piraterie bezeichnet.
Die israelische Blockade gegen das palästinensische Volk in dessen
Hoheitsgewässern wird gar nicht in Frage gestellt. Offiziell will Israel
Waffenhandel verhindern. Damit wird das Recht eines Volkes auf
Selbstverteidigung bestritten. In Wirklichkeit soll das palästinensische
Volk ausgehungert werden. So wurden sogar Hilfskonvois der UNO
blockiert.
Warum greifen die Lübecker Nachrichten nicht Lieferungen von Waffen an
Israel an, mit denen Morde an dem wehrlosen palästinensischen Volk
verübt werden? Deutschland sollte jegliche Waffenlieferungen an Israel
einstellen. Diese tragen zum Völkermord bei!
Klasse BM 108 der Emil-Possehl-Schule, Lübeck

Wie uns jemand aus der Klasse mitteilte, druckte die LN den Leserbrief
zunächst nicht ab. Danach schrieb die Klasse erneut einen Brief an die
LN und fragte, ob ein israelkritischer Leserbrief nicht erwünscht sei.
Ein Redakteur solle doch mal in den Unterricht kommen und das begründen.
Am nächsten Sonntag (20.6.10) erschien dann der Leserbrief ungekürzt.
Die Erfahrung zeigt: Nicht entmutigen lassen, sondern nachsetzen!

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