Published on August 23rd, 2010 | by Esitileti296

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Solidaritätsresolution an die Bergarbeiter und ihre Familien

Auf dem Sommercamp 2010 von REBELL und Rotfüchsen wurde folgende Resolution beschlossen:

Am 20. Juli, mitten in der Urlaubszeit, wurde der Beschluss der EU-Kommission aus Brüssel bekannt gemacht, dass die Kohlebeihilfen am 15. Oktober 2014 auslaufen sollen. Das bedeutet, dass die Beschlüsse zur Stilllegung von Zechen und damit die Vernichtung der Bergbauarbeitsplätze um 4 Jahre vorgezogen werden sollen. Wir fordern: keine weiteren Zechenstilllegungen!

Wir, Teilnehmer des Sommercamps 2010 von REBELL und Rotfüchsen, sind
genauso empört wie Ihr! Wir lernen hier in einem Workshop zur
rebellischen Jugendgewerkschaftsarbeit, uns für starke und kämpferische
Gewerkschaften einzusetzen. Wir sind solidarisch mit einem neuen Kampf
der Kumpels für eine Zukunft des Bergbaus.

Der Standardspruch vom „Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen“ hilft
nicht gegen Arbeitsplatzabbau, sondern bedeutet in den meisten Fällen:
Vernichtung der Arbeitsplätze für die Jugend. Was soll daran
„sozialverträglich“ sein, wenn Ältere mit Abfindungen oder Sozialplan
gehen und den Jüngeren der Arbeitsplatz fehlt? Bei Millionen
Arbeitslosen kann Arbeitsplatzabbau niemals „sozialverträglich“ sein.

Wir wollen uns nicht abfinden mit einer Zukunft als Leiharbeiter,
Befristeter oder Arbeitsloser. Wir wollen um jeden Arbeitsplatz kämpfen –
auf Kosten der Profite der Großkonzerne und mit der Perspektive einer
sozialistischen Gesellschaft, in der jeder eine Arbeit entsprechend
seinen Fähigkeiten hat! Wir setzen uns für die gewerkschaftlichen
Forderungen zu Schaffung und Erhalt von Arbeitsplätzen ein:

Verkürzung der Arbeitszeit auf 30 Stunden / Woche bei vollem Lohnausgleich!
Für eine Ausbildungsquote von 10 % der Belegschaften in der Großindustrie!
Für die unbefristete Übernahme aller Auszubildenden entsprechend der Ausbildung!
Für gleichwertige Ersatzarbeits- und ausbildungsplätze!

Das alles sind Forderungen, die von zahlreichen Kolleginnen und Kollegen
aus verschiedenen Gewerkschaften unterstützt werden, die diese in der
„Dortmunder Erklärung“ zusammengefasst haben, um eine breite Diskussion
für kämpferische Gewerkschaften zu entfalten.

Lasst uns gemeinsam in diesem Sinne die Verantwortung für die Jugend,
für die nächste Generation übernehmen. Unsere Unterstützung im Kampf
habt Ihr, Glückauf!

(Beschlossen von ca. 80 Teilnehmern bei 2 Enthaltungen am 3.8.2010 beim Sommercamp  in Truckenthal/Thüringen)

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