Published on Juli 26th, 2010 | by Esitileti296

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„Tiefe Trauer und Wut über die Toten und Verletzten bei der Loveparade in Duisburg“

http://farm5.static.flickr.com/4121/4825138168_1106e73e28_m.jpgDas ist der Titel einer gemeinsamen Presseerklärung der MLPD-Landesleitung Nordrhein-Westfalen, der Kreisleitung Duisburg und der Verbandsleitung des Jugendverbands REBELL. Wir dokumentieren Auszüge:


Tiefe Trauer und Wut über die Toten und Verletzten bei der Loveparade in
Duisburg – vollständige öffentliche Aufklärung und Bestrafung der
Verantwortlichen!

Die Bevölkerung in Duisburg und weit darüber hinaus ist tief bewegt und
wütend über die tragischen Ereignisse bei der Loveparade. 19 Menschen
wurden getötet, 45 schwer und insgesamt 350 Teilnehmer verletzt. Unser
tiefes Mitgefühl und unsere Trauer gelten den Angehörigen und Freunden
der Opfer. Hunderte Menschen haben bereits Blumen an der Unglücksstelle
niedergelegt. Als OB Sauerland am Sonntagabend mit einem Blumenstrauß
auftauchte, wurde er von den Menschen sofort zur Rede gestellt: "Für sie
wird es Ernst – Sie haben das zu verantworten." "Wir wollen, dass alles
offen gelegt wird." Rufe wurden laut: "Zurücktreten!", woraufhin
Sauerland eilig die Flucht ergriff.

Die 1,4 Millionen überwiegend jugendlichen Teilnehmer waren gekommen, um
gemeinsam zu feiern. Die ganze Organisation durch die Veranstalter und
Verantwortlichen der Stadt war bereits im Vorfeld davon geprägt, die
Besucher als Problem zu behandeln und sie "unter Kontrolle zu halten".
Eine empörte Anruferin bei Radio Duisburg: "Zwischen Absperrgittern
sollten die Menschen eingesperrt werden wie Hühner. Es gab nur einen
einzigen Ein- und Ausgang. Das konnte nicht gut gehen."

Die Duisburger Stadtspitze um Oberbürgermeister Sauerland wollte die
Loveparade durchziehen, um sich im Kulturhauptstadtjahr 2010 in der
Öffentlichkeit zu profilieren. Offensichtlich ohne Rücksicht auf
Verluste. (…) Alle Warnungen und Hinweise der Teilnehmer auf die
Zuspitzung der Lage vor Ort wurden lapidar in den Wind geschlagen. (…)
Warum konnten zum Schutz der Aufmärsche von NPD und Pro NRW im März
mehr als 3.500 Polizisten eingesetzt werden, aber bei 1,4 Millionen
Besuchern lediglich 1.700 Sicherheitskräfte?

Ohne die Hilfe hunderter Leute wäre die Versorgung der Verletzten nicht
so gut möglich gewesen. In Kliniken nahmen sich Patienten auf den
Stationen bewusst zurück, um die Versorgung der ankommenden Verletzten
zu gewährleisten. Hunderte ehrenamtliche Sanitäter und Helfer waren bis
weit in die Nacht im Einsatz. Anwohner in den Stadtteilen halfen
orientierungslosen Loveparade-Besuchern, um nach Hause zu kommen.

Nicht die Menschen sind das Problem, sondern die Profitgier der Veranstalter und die Profilierungssucht bürgerlicher Politiker!



Wir fordern:


• Vollständige öffentliche und unabhängige Aufklärung der Vorgänge!


• Bestrafung aller Verantwortlichen!


• OB Sauerland muss sofort zurücktreten!

(hier die vollständige Presseerklärung)


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