Published on März 4th, 2010 | by Esitileti296

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Karlsruher Stadtspitze im Verfolgungswahn vor den Rotfüchsen

von www.rf-news.de

Karlsruhe (Korrespondenz), 04.03.10:
Wie in vielen anderen Städten ist auch in Karlsruhe die
Kinderorganisation ROTFÜCHSE aktiv. Bei ihren wöchentlichen
Werbeumzügen laden sie auf Sport-, Spielplätzen und auf der Straße
andere Kinder ein. Das ist der Stadt Karlsruhe anscheinend ein Dorn im
Auge. Schon beim Faschingsumzug wurden den Rotfüchsen mit ihrem Motto
„Nicht kürzen bei den Kurzen“ die Teilnahme verweigert (siehe „rf-news“ vom 13.2.10).

 

Diese Woche erhielt die Geschäftsstelle des Jugendverbands REBELL einen Brief der Stadt Karlsruhe. Ihr liege „eine
Beschwerde über politische Werbemaßnahmen Ihrer Organisation ‚Der
Rebell‘ auf öffentlichen Spielplätzen im Stadtgebiet Karlsruhe“
vor. Sie weist „darauf hin, dass dieses Vorgehen eine unerlaubte Benutzung … der städtischen Grünanlagenverordnung darstellt“. Großzügigerweise sieht sie „von der Einleitung eines Ordnungswidrigkeitenverfahrens zum jetzigen Zeitpunkt ab“, will „jedoch zukünftig verstärkt Kontrollen durchführen und entsprechende Verstöße zur Anzeige bringen“.

Das ist ein erneuter Angriff auf die Karlsruhe Rotfüchse und den
REBELL, den wir nicht auf uns sitzen lassen! Dabei ist unsere
Fächerstadt laut Oberbürgermeister doch so kinderfreundlich. Karlsruhe
ist außerdem UNICEF-Kinderstadt 2010. Dazu OB Fenrich: „Wir
wollen das Jahr aber nicht nur dazu nutzen, Spenden für UNICEF zu
sammeln, wir wollen in Karlsruhe auch für noch mehr
Kinderfreundlichkeit werben. Ich sage bewusst ’noch mehr‘, weil wir
seit vielen Jahren schon eine wichtige, eine gute Basis geschaffen
haben.“
(Quelle: „Bürgerzeitschrift für Karlsruhe“, Ausgabe Februar 2010, 42. Jahrgang)

Kinderfreundliche Stadt?! Davon können die Rotfüchse ein Lied singen:
Seit Jahren werden uns öffentliche Räume verweigert und in
Jugendhäusern dürfen wir uns auch nicht treffen. Außerdem ist es
einfach lächerlich, einer Kinderorganisation mit dem Thema „Wir lernen
unseren Stadtteil kennen!“ zu sagen: „Ja
tut das – aber lasst die Spielplätze, öffentliche Feiern wie den
Faschingsumzug, Parks, alle der Erholung und Entspannung dienenden
Grünanlagen, Rasenflächen, Brunnen etc. weg!“

Wie kommt die Stadt auf die absurde Idee, einer Kinderorganisation die
Tätigkeit auf Spielplätzen zu untersagen? Was wollen die
Ordnungsbeamten dann mit den Rotfüchsen machen – sie verhaften? Soll es
kriminell sein, wenn die Rotfüchse andere Kinder dazu einladen, am
nächsten Treffen mit zum Besuch der Bücherei oder des Bäckers im
Stadtteil zu kommen?

Wir werden weiterhin Jugendliche und Kinder dafür werben, sich im
REBELL und bei den Rotfüchsen zusammenzuschließen und alles zu lernen
für den Kampf um eine befreite Gesellschaft. Wir lassen uns das Recht
auf freie Meinungsäußerung, das auch Artikel 4 des Grundgesetzes
vorsieht, nicht nehmen! Wir werden bei unserem OB Fenrich mit REBELL,
Rotfüchsen, MLPD, Eltern, Freunden und Unterstützern dagegen
protestieren. Wir halten euch auf dem Laufenden.

Solidaritätserklärungen an: rebell_karlsruhe@gmx.de

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