Published on Juli 8th, 2009 | by Esitileti296

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Unsere Waffe im antifaschistischen Kampf

Seit September 2007 wohnte bei uns im Stadtteil Rothenditmold in Kassel der Landesvorsitzende der JN (Jugendorganisation der NPD), Maik Savalich. Er war bekannt für seine Schlägereien und faschistischen Überfälle.

So überfiel er mit seinen Kumpels eine antifaschistische
DGB-Veranstaltung in Kassel. In Rothenditmold versuchte er nun, die
Jugendlichen und Kinder zu ködern. Er wollte einen Fitnessclub
aufmachen, wollte Räume im Jugendzentrum, kam zu den
Ortsbeirats–Sitzungen und stellte sich vor usw. Er sagte dabei nie
offen, wer er ist und was er eigentlich denkt, sondern gab sich so, als
läge ihm die Zukunft der Jugend am Herzen. MLPD und REBELL haben sofort
eine Arbeit gegen seine Umtriebe begonnen und die Bewohner im Stadtteil
aufgeklärt. Wir verfassten Flugblätter und klärten über den Faschismus,
die JN und Maik auf. Wir führten die „Spiele ohne Grenzen“ für das PJT
genau auf dem Spielplatz durch, auf dem auch Maik immer war. Mehr und
mehr ließ sein Einfluss nach, und wir gewannen sogar Mitglieder aus den
ehemaligen Reihen von Maik. Den Faschisten wurde das zu bunt. Im Januar
hing ein Flugblatt der NPD an unserem Auto, 4 Tage später brannte es
abends auf einmal lichterloh. Die Polizei stellte einen Brandsatz am
rechten Vorderreifen fest, „konnte aber sonst keine Beweise
feststellen“. Wir sind nicht sicher, ob sie überhaupt wirklich
untersucht haben. Leider gab es auch keine Zeugen. Wir erstatteten
Anzeige gegen Unbekannt, und führten eine Woche später gemeinsam mit
vielen ansässigen Parteien und Organisationen eine Protestkundgebung im
Stadtteil durch.  Wir gründeten eine Bürgerinitiative „Rothenditmold
gegen Rechts“ bei der sogar CDU-Mitglieder aus dem Stadtteil
mitwirkten. Die Initiative verkaufte Buttons, sorgte dafür, dass Maik
in vielen Kneipen in Rothenditmold Hausverbot bekam und führte ein
internationales Straßenfest durch. Gleichzeitig arbeiteten wir auch im
kassel-weiten Bündnis gegen Rechts mit. Wir waren nicht die einzigen
,die von den Faschisten angegriffen wurden. Im Büro von der LINKEn
wurde die Scheibe eingeschlagen, und einem bekannten Mitglied der
LINKEn wurde angedroht, dass etwas mit seiner Familie geschieht, wenn
er nicht aufhört, aktiv zu sein. Antifaschistische Arbeit ist eine
ständige Aufgabe, und die Aufklärung der Bevölkerung im Stadtteil war
unsere stärkste Waffe im Kampf gegen den Einfluss der Faschisten.
Wir haben erreicht, dass Maik Savalich weggezogen ist. Faschisten gibt
es hier trotzdem noch, und wir werden nicht aufhören, den REBELL weiter
aufzubauen. Kein Fußbreit den Faschisten!

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