Published on Juli 8th, 2009 | by Esitileti296

0

Köder und Tod – die Bundeswehr

Letzte Woche starben drei junge deutsche Soldaten im Bundeswehreinsatz in Afghanistan. Die Regierung kommt immer weniger drum herum, offen zuzugeben, dass es sich um einen richtigen Kriegseinsatz handelt. Die Bevölkerung weiß das schon lange und 70 % sind dagegen, dass deutsche Truppen im Ausland stationiert sind, Krieg führen, morden und sterben. Deswegen fällt es der Bundeswehr zunehmend schwer, Soldaten für ihre menschenverachtende Arbeit zu gewinnen. 100 Bundeswehr-Ärzte haben im letzten Jahr ihren Dienst quittiert. Mitglieder vom REBELL berichten in letzter Zeit vermehrt von Köder-Versuchen der Bundeswehr unter der Jugend.


So gibt es in Berlin einen Pakt, dass verschiedene Firmen Jugendlichen
einen Ausbildungsplatz geben mit einer Übernahme in der Bundeswehr.
Über einen weiteren Fall berichtet nachfolgender Leserbrief. Die
Verpflichtung bei der Bundeswehr ist für die Jugend kein Ausweg aus der
Arbeitslosigkeit.
Verbandsleitung REBELL

»Bundeswehr vor Schule«
Sehr geehrte »Rebell«-Redaktion,
folgendes Problem: Bei mir in der Berufsschule stand heute ein großer
Bundeswehrlastwagen und warb junge Schüler an für ihre
Kriegstreibereien und nationalimperialistischen Kriege. Junge Schüler
sollen also als Kanonenfutter für die Bonzen und Profite missbraucht
werden. Das war jetzt schon das zweite oder dritte Mal in
unregelmäßigen Abständen. Ich habe vorher davon auch nichts gewusst.
Meine obligatorische Frage an alle meine REBELL Brüder: Was kann man
dagegen tun, oder wie geht man am besten dagegen vor.
Konrad, Rebell Augsburg

Antwort der „Rebell“-Redaktion
Lieber Konrad,
danke für deinen Brief. Deine Frage an die REBELL – Brüder und –Schwestern geben wir hiermit weiter.
Selbst denken wir, dass die Rebellion gegen diese Ködermaßnahme der
Bundeswehr voll gerechtfertigt ist. Sie versuchen uns mit ihrer
beeindruckenden Technik anzulocken. In
der Realität sollen wir dann deutsche Interessen in Afghanistan
vertreten und dafür auch sterben, wie Ende Juni die drei jungen
Bundeswehr-Soldaten. Hier geht es aber nicht um deutsche Interessen
allgemein. Denn wir sind friedliebend und verbunden mit den Völkern
dieser Welt und ihrem Kampf für berechtigte Interessen. Gerade jetzt in
der Weltwirtschaftskrise sind die Kapitalisten unter Druck, wollen
internationale Aufträge erhaschen, Konkurrenten ausschalten etc. Sie
werden also aggressiver. Die Bildungsproteste im Juni haben gezeigt,
welches rebellische Potenzial an den Schulen herrscht. Unser Vorschlag:
Wende dich an deine Klasse, an die Schülervertretung und Interessierte
an der Schule. Macht euch schlau über die Rolle der Bundeswehr und ihre
imperialistischen Ziele, organisiert euch im REBELL, findet raus, wann
die Bundeswehr wieder kommen will und bereitet ihr einen „gebührenden“
Empfang.
Rebellische Grüße, Lars

Tags: ,


About the Author



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Back to Top ↑