Published on September 18th, 2008 | by Esitileti296
0Solidarität lässt Versuch der Kriminalisierung alt aussehen
Es war schon ein dreister Versuch eines Polizeibeamten in Hamburg die Montagsde-monstration und den Jugendverband REBELL zu kriminalisieren. Was war geschehen? Wie jeden Montag seit über vier Jahren versammelt sich die Hamburger Montagsde-monstration mit gut 50 Teilnehmern. Mit dabei, wie schon viele Male: Hamburger Rebel-len und Rotfüchse mit ihrem in allen Regenbogenfarben gestalteten Transparent: „Für unsere Zukunft kämpfen wir“
Und da interessiert sich der „zuständige“ Polizeibeamte plötzlich
für eben dieses Trans-parent. Mit der mehr als merkwürdigen „Argumentation“ – dass dieses Transparent eine eigene, nicht angemeldete Kundgebung darstelle
– verlangte er einen Verantwortlichen und dessen Personalien. Sofort
wurde dieser billige Versuch, Teilnehmer der Montags-demonstration und
den REBELL, Jugendverband der MLPD, zu kriminalisieren, am offe-nen
Mikrofon zum Thema. Die Moderatoren verlangten, dass die Polizei
unverzüglich ihre Schikanen einstellt. Die Montagsdemonstration
reagierte mit großer Solidarität:
sofort waren Dutzende hinter dem Rebell- und Rotfuchstransparent
versammelt und zeigten zusammen mit den Kindern und Jugendlichen: wer
die Jugend angreift, der legt sich mit der Montagsdemonstration als
Ganzes an. Weitere Interessierte wie empörte Hamburger verfolgten
diese Vorgänge. Hatte sich der Polizeibeamte das vermeintlich
schwächste Glied mit Kindern und Jugendlichen ausgesucht, so irrte er
gewaltig. Es wuchs bei Rotfüchsen, Rebellen wie allen
Montagsdemonstranten das tolle Gefühl der Solidarität, sich auf
einander verlassen können im Kampf für unsere gerechte Sache. Und macht
uns stark gegen die Versuche unsere Rechte und Freiheiten
einzuschränken.
So blieb der Polizei als einziger „Sieg“ die
Personalien von Joachim Griesbaum, Vertre-ter der MLPD Hamburg – und
ein relativ schneller und kleinlauter Abgang auf die andere
Straßenseite. Die Montagsdemonstration beschloss umgehend Beschwerde
bei der Hamburger Versammlungsbehörde einzulegen. Und als Zeichen, dass
Montagsde-monstration, Rebell und Rotfüchse zusammengehören wanderte
das Transparent bis zum Ende der Kundgebung reihum durch alle Hände der
Teilnehmer.

