Published on Oktober 10th, 2007 | by Esitileti296

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Solidarität mit den streikenden Lokführern

Heute hat der Rebell eine Solidaritätserklärung zum Streik der Lokführer veröffentlicht. Dort heißt es:

„Liebe Lokführer,
im Namen unseres ganzen Verbandes wollen wir euch unsere Solidarität
aussprechen und wünschen euch die volle Durchsetzung eurer absolut berechtigten
Forderungen. Der Streik der Lokführer ist bedeutend für den Erhalt und Ausbau des
Streikrechts in Deutschland. Denn bisher gibt es hier kein gesetzliches Streikrecht.
Wir bewundern es, wie ihr trotz der Verbote streikt und euch nicht einschüchtern
lasst.


Wenn Herr Mehdorn sogar in die reaktionäre „Terrorismus“-Kiste greift und
euch als „Terroristen“ diffamiert, dann um im Namen der ganzen deutschen Industrie
das unzulängliche Streikrecht weiter einzuschränken, denn gegen „Terroristen“ ist ja
„alles“ erlaubt. Das Streikrecht ist aber notwendig, um Druck auszuüben und wir
finden es sehr gut, dass ihr euch dieses Recht nehmt. Wie sonst sollen die Arbeiter
und Angestellten jemals ihre richtigen Forderungen erreichen?
Mit den Gerichtsurteilen wird in Kauf genommen, dass Berufspendler möglicherweise
Schwierigkeiten bekommen, der internationale Produktionsprozess der großen
Konzerne, dessen Adern sicherlich zu einem großen Teil die Güterzüge sind, aber
nicht gestört wird. Wenn man ihre Produktion trifft, trifft man ihren Nerv, deshalb
wollen das die Gerichte und die Regierung verhindern. Auch der Bahn-Konzern
selbst würde so sicherlich beträchtlich mehr verlieren, möglicherweise wäre er hier
zur Bezahlung von Ausfällen verpflichtet. Das Gerichtsurteil ist aber nicht nur dazu
da, damit die Herren möglichst billig wegkommen, sondern es ist vor allem ein
Zugeständnis an eure Entschlossenheit!
Macht weiter so! Es gibt großes Verständnis und Sympathie in der Bevölkerung für
eure Forderungen. Auch wenn wir einen Streik gemeinsam mit den anderen Bahnern
wichtig finden, ist dies kein Grund, dass ihr auf eure richtigen Forderungen verzichtet.
Wir werden weiter für uneingeschränkte Solidarität werben und dies mit der
Forderung nach einem allseitigen und gesetzlichen Streikrecht verbinden!
Rebellische Grüße,
Jugendverband Rebell und Kinderorganisation Rotfüchse
Im Auftrag
Martina Stalleicken

 

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