Published on August 29th, 2007 | by Esitileti296

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Solidarität mit Johannes Brückner gegen faschistische Bedrohung!

29.08.07 – Dazu ruft die Verbandsleitung des Jugendverbands REBELL in einer aktuellen Erklärung auf, in der es weiter heißt:
Am 24. August veröffentlichten mutmaßliche Anhänger der NPD in Mannheim
ein Flugblatt mit übelsten Verleumdungen gegen Johannes Brückner und
seine Lebensgefährtin und legten es in ihrem Wohnhaus aus. Beide werden
darin als „linksextreme Gewalttäter“ diffamiert. Hier ist höchste
Alarmstufe angesagt!

Mehrfach
gingen in der letzten Zeit Übergriffen von Faschisten solche
Hetzblätter voraus. In Wolfen in Sachsen-Anhalt versuchten Faschisten
in ähnlicher Weise, Stimmung zu machen gegen die Stadträtin der MLPD,
Ina Korntreff. Ihre Wahlplakate wurden abgerissen und dann in ihrem
Hausflur als Scheiterhaufen angezündet. Zuletzt stand ihr Auto in
Flammen!

Deswegen bittet der Jugendverband REBELL zusammen mit Johannes
Brückner alle antifaschistisch gesinnten Menschen, Nachbarn, Freunde
und Kommilitonen um Solidarität! Informiert die Öffentlichkeit! Helft
mit, ihn zu schützen! Schickt Solidaritätserklärungen! Lasst uns
gemeinsam aktiv werden für das Verbot aller faschistischen
Organisationen!

Er hat für den REBELL auf dem bundesweiten Sternmarsch gegen
Hartz IV und die Regierung 2006 gesprochen. Er ist einer der
Moderatoren der Montagsdemo in Mannheim und fördert die Einheit von
Arbeitern, Studenten und Arbeitslosen. Er war in Mannheim führend
beteiligt im Kampf gegen die Studiengebühren an den Hochschulen. Der
aktive antifaschistische Kampf ist Johannes seit Jahren ein besonderes
Anliegen. Johannes ist öffentlicher Vertreter der Verbandsleitung des
REBELL, dem Jugendverband der MLPD (Marxistisch-Leninistische Partei
Deutschlands).

Johannes erklärt: „Das Hetzblatt stammt offensichtlich von
Personen aus dem faschistischen Lager, denen es ein Dorn im Auge ist,
dass ich mich seit Jahren gegen Neonazis und Faschismus engagiere.
Alleine seit der Wiedervereinigung wurden in Deutschland weit über 100
Menschen durch faschistische Angriffe ermordet. Vertreter der NPD tun
sich mit der Verharmlosung des Hitler-Faschismus hervor, dem viele
Millionen Menschen zum Opfer gefallen sind. Mit dieser feigen Methode
soll Einschüchterung und Verunsicherung gegenüber mir und der
Nachbarschaft geweckt und eine allgemeine Stimmung gegen linkspolitisch
aktive Menschen erzeugt werden. Für mich sind die Lehren aus der
Geschichte und nicht zuletzt die unsäglichen faschistischen Überfälle
wie in Mügeln Verpflichtung, Rückgrat zu zeigen und nicht vor solchen
Drohungen zurück zu weichen.“

Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!

Würden die Faschisten offen auftreten und sagen, was sie wirklich
wollen, würden sie keinen Einfluss bekommen. Sie kommen in verteilten
Rollen daher: die einen als offene Schläger, die anderen wie Wölfe im
Schafspelz. Deshalb ist es wichtig, dass jeder ihre üble Demagogie
durchschaut. Sie versuchen den Eindruck zu erwecken, sie wären auf der
Seite der Arbeiter und wollten Arbeitsplätze schaffen. Die Geschichte
beweist das Gegenteil: Als die Hitler-Faschisten 1933 die Macht
ergriffen, zerschlugen sie als erstes die Gewerkschaften und die
Arbeiterparteien. Arbeitslose wurden zum Arbeitsdienst für
Kriegsvorbereitungen zwangsverpflichtet.

Die faschistischen Urheber spielen sich in dem Hetzblatt
heuchlerisch auf, vor „tagtäglichem Terror, Totschlag und Gewalt gegen
Andersdenkende“ schützen zu wollen, die sie wohlgemerkt den
Antifaschisten zuschreiben! Tatsache ist aber: Mit der Machtübernahme
Hitlers wurden Presse-, Versammlungs-, Demonstrations- und Redefreiheit
beseitigt. Terror gegen die Arbeiterbewegung und breite Schichten der
Bevölkerung, Kriege gegen andere Völker. 60 Millionen Menschen starben.
Fast täglich finden heute Übergriffe von Faschisten gegen
Gewerkschafter, Linke, Marxisten-Leninisten, Antifaschisten oder
Ausländer statt, oftmals von Behörden verharmlost.

Das gilt damals wie heute: Der Faschismus ist die offen
terroristische Herrschaftsform des Kapitals, wenn sie ihre Herrschaft
nicht mehr anders aufrecht erhalten können. Der Faschismus hat seine
Wurzel im Kapitalismus.Wenn wir vom REBELL also gegen die Faschisten
kämpfen, so kämpfen wir auch für den echten Sozialismus. Das geht nur,
wenn wir uns organisieren. Also: wer dem Faschismus an die Wurzel gehen
will, macht mit im Rebell!

Antifaschismus ohne Kampf gegen den Antikommunismus ist inkonsequent

Unter dem Vorwand des „Kampfes gegen den Extremismus“ betreibt
die Bundesregierung eine verlogene Gleichsetzung von rechts und links.
Hier werden fortschrittliche Menschen und gerade Marxisten-Leninisten
mit den Faschisten auf eine Stufe gestellt, die seit jeher
Hauptzielscheibe der Faschisten sind. Diese demagogische Gleichsetzung
dient als Vorwand für den weiteren Abbau demokratischer Rechte und
Freiheiten, wie der von Innenminister Schäuble vorangetriebenen
Online-Bespitzelung. Wir brauchen eine breite kämpferische
Aktionseinheit zum Kampf gegen den Faschismus.

Verbot aller faschistischen Organisationen und der Verbreitung ihres Gedankenguts!

Das wird immer mehr zur Forderung der Bevölkerung in Deutschland.
Sicher auch aufgrund der schmerzhaften Erfahrungen mit dem
Hitlerfaschismus in Deutschland. Das zeigen auch aktuell die schon weit
über 100.000 Unterschriften für das NPD-Verbot, die von der VVN
(Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes) bei der NoNPD-Kampagne (
www.npd-verbot-jetzt.de) gesammelt wurden. Die Regierung ist gezwungen, dem Rechnung zu tragen, hat aber kein ernsthaftes Interesse daran.

Das erste Verbotsverfahren war gescheitert, weil jeder achte
NPD-Funktionär gleichzeitig Mitarbeiter des Verfassungsschutzes war und
heute noch ist. Die NPD hat aber nach Artikel 139 des Grundgesetzes,
das alle Nachfolgeorganisationen der NSDAP verbietet, überhaupt keine
Existenzberechtigung und könnte sofort ohne Verfahren verboten werden!
Die MLPD hat bereits im Mai 2001 einen eigenständigen Verbotsantrag
vorgelegt.

Solidaritätserklärungen und weitere Infos:
Geschäftsstelle REBELL
Tel.: 0209/9552448
geschaeftsstelle@rebell.info
www.rebell.info 

Das Flugblatt der Verbandsleitung des REBELL könnt ihr hier als PDF herunterladen.

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