Published on Mai 8th, 2007 | by Esitileti296

0

Protesterklärung – Für die sofortige Wiedereinstellung der Jugendvertreter bei Opel Bochum

08.05.2007 (Protesterklärung): Für die sofortige Wiedereinstellung der Jugendvertreter Lisa Gärtner und Benjamin Nadrowski von Opel-Bochum!

Wie wir soeben erfahren haben, hat das Bundesarbeitsgericht auch die Beschwerde von Lisa Gärtner gegen eine Nichtzulassung der Revision gegen ein Skandalurteil des Landesarbeitsgerichts Hamm abgelehnt.


Das hatte der Kündigung der zwei Jugendvertreter Benny Nadrowski und Lisa Gärtner durch den Opel Konzern zugestimmt und keine Revision zugelassen.

Der Jugendverband REBELL protestiert auf das Entschiedenste gegen diese Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts, und die politisch motivierte Nichtübernahme der Jugendvertreter!
Innerhalb von zwei Jahren wurden bei Opel-Bochum sechs Jugendvertreter nicht übernommen, obwohl ihnen gemäß Paragraf 78a des Betriebsverfassungsgesetzes eine Weiterbeschäftigung nach beendeter Ausbildung zusteht.

Es ist eindeutig, Opel/GM will mit allen Mitteln den Horrorkatalog zur Vernichtung von Arbeitsplätzen gegen die Belegschaft durchsetzen. Die Jugend ist dann als erstes dran.
Hier sollen kämpferische Jugendvertreter die sich mutig an die Spitze des Übernahmekampfs bei Opel gestellt haben abgestraft werden, um alle anderen einzuschüchtern. Diese Rechnung ist bisher nicht aufgegangen und muss jetzt bundesweit durchkreuzt werden.

Lisa war zweimal mit einer Delegation von Bochumer Opelanern bei den streikenden Kollegen in Antwerpen. Sie steht für den konzernweiten und internationalen Kampf der Arbeiter um ihre Arbeitsplätze und gegen jede Form der Standortkonkurrenz.
Lisa steht für die Forderung nach unbefristeter Übernahme aller Azubis entsprechend der Ausbildung. Sie hat sich einen Namen gemacht, weil sie unerschrocken und konsequent dagegen aufgetreten ist, dass Jugendliche als Lohndrücker nur von der Leiharbeitsfirma Addeco oder gar nicht übernommen wurden.
Die Nichtübernahme wird von Opel scheinheilig damit gerechtfertig dass für es sie keine Arbeit gäbe, obwohl sie bis zum Schluss regulär arbeitete, obwohl ein Berg von Überstunden und Sonderschichten im Werk gefahren wird, und das auch mit vielen Leiharbeitern. Diese Rechfertigung hat sich längst als Lüge entlarvt!

Lisa steht für alle jungen Frauen, die eine Ausbildung im technisch gewerblichen Bereich machen und ihre Prüfung mit Bravour absolvierten. Dafür wurde jetzt gerade im April wieder am Girls-Day geworben. Auch das ist ein Grund vom Opel Konzern zu fordern : Lisa muss bleiben!

Die Urteile, die diese Praxis der Opel-Geschäftsleitung absegnen, bedeuten eine Aushebelung der Schutzrechte von Jugendvertretern und gehen jeden demokratischen und gewerkschaftlichen Menschen an. Das geschieht in einer Zeit, in der in zahlreichen Konzernen die Auszubildenden nicht mehr übernommen werden. Dieses Vorgehen richtet sich gegen den Kampf um die Zukunft der Jugend und damit gegen die Jugend und auch gegen jeden Gewerkschafter. Es soll einschüchtern sich den Profitinteressen der Konzerne zu beugen und nicht den Mund aufzumachen und dagegen zu handeln. Aber der Jugendverband REBELL meint: „Rebellion ist gerechtfertigt!“

Deshalb gehört die Solidarität mit Lisa Gärtner und den anderen Jugendvertretern in jeder Lehrwerkstatt, in jeder Schule und sonst wo auf die Tagesordnung!

Wir fordern die demokratische Öffentlichkeit auf: Protestiert gegen dieses Skandalurteil!
Wir fordern daher vom Opel Konzern: Sofortige Wiedereinstellung bzw. Weiterbeschäftigung von Lisa und der anderen  betroffenen Kollegen!

Martina Stalleicken
i.A. der Verbandsleitung des Jugendverbands REBELL

Tags: , ,


About the Author



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Back to Top ↑