Published on März 7th, 2007 | by Esitileti296

0

Aufruf des Jugendverbands REBELL zum internationalen Frauentag am 8.März 2007

Denkst du auch, du wärst als Mädchen frei und gleichberechtigt? Denkst du auch, es reicht selbstbewusst zu sein und dass die Frauenbewegung was für Ältere ist? Dann komm zum 8.März, dem internationalen Frauentag und erfahre etwas neues.

Es ist nämlich so, dass wir Mädchen ohne diese Frauenbewegung dieses Selbstbewusstsein gar nicht hätten. Und es ist so, das diese kämpferische Frauenbewegung unbedingt gestärkt werden muss, weil Männer und Frauen noch längst nicht wirklich gleichberechtigt und frei sind! Das kann keiner von uns individuell lösen.

Die jungen Textilarbeiterinnen in Bangladesch sind uns Vorbild und Verbündete. 1,9 Millionen Frauen arbeiten in den Fabriken der Textilindustrie, wo sie unter knallharten Bedingungen Hosen und Pullover für H&M, Zara und anderen Marken produzieren, die viele von uns tragen. Die meisten der Frauen sind zwischen 16 und 24 Jahre alt. Diese jungen Arbeiterinnen sind selbstbewusst und die meisten von ihnen tragen keine Kopftücher, obwohl es ein muslimisch geprägtes Land ist.

In schnellen Schritten und großen Gruppen gehen sie nach 12 Stunden Arbeit nach Hause. Dicht nebeneinander, entschlossen und wach, weil auf dem Nachhauseweg Gefahr droht. Gerade kämpferische Frauen werden oft bedroht und im Auftrag der Textilbosse verschleppt. Deshalb organisieren die Frauen ihren Selbstschutz.

Sie haben ein sehr hartes Leben, aber sie lassen sich nicht entmutigen, sondern führen einen mutigen Kampf. In diesen Textilarbeiterinnen steckt ein großes revolutionäres Potential, was für den internationalen Klassenkampf und den Kampf um die Befreiung der Frau sehr wichtig ist. Davon können und müssen wir lernen.

Der beste Beitrag dazu ist, im eigenen Land die Frauen und Mädchen zusammen zu schließen. Deshalb nutzen wir den 8. März, den internationalen Frauentag, um unsere Interessen auf die Straße zu tragen. Anlässe gibt es genug!

Sei es die gravierende Jugendmassenarbeitslosigkeit, die gerade junge Mädchen trifft. Manche von uns sind selber noch Kinder, aber sie sehen ihren einzigen Ausweg darin, mit 16-17 Jahren schwanger zu werden. Oder aber das gerade jungen und alleinerziehenden Müttern der Hort vor der Nase zugemacht wird und sie deshalb nicht arbeiten gehen können und in die Armut gedrückt werden, während eine Familienministerin, mit ihrem reichen Vermögen, – von Vereinigung, von Karriere und Familie säuselt. Wie gesagt, Bespiele gibt es genug.

Berthold Brecht sagt: „Verändere die Welt, sie braucht es!“. Wer wirklich frei sein will, muss sich verändern. Willst du eine Zukunft, lerne zu rebellieren. Übernehme Verantwortung für dich und die Zukunft – am besten im Jugendverband REBELL und gegenüber den Kindern bei den Rotfüchsen.

Auf zum Internationalen Frauentag, den 8.März 2007!
Hoch die internationale Solidarität!

Tags: ,


About the Author



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Back to Top ↑