Published on Dezember 18th, 2006 | by Esitileti296

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LAG-Urteil gegen Jugendvertreter: Opel Vertrauensleute protestieren

18.12.2006 – Korrespondenz Bochum:
Die Urteile des LAG Hamm gegen die Jugendvertreter Lisa Gärtner und Benjamin Nadrowski haben hohe Wellen im Bochumer Opel Werk geschlagen. Letzte Woche fanden im Werk 1 Infostunden der gewerkschaftlichen Vertrauensleute statt. In verschiedenen Bereichen beschlossen ca. 120 Vertrauensleute folgende Protesterklärung an die Werksleitung der Adam Opel GmbH in Bochum:

Das Landesarbeitsgericht Hamm hat die Klage von Lisa Gärtner auf Übernahme als Jugendvertreterin abgewiesen. Dieses Urteil ist ein Schlag ins Gesicht für jeden Arbeitnehmer. Die Begründung lautet, für die Jugendlichen sei kein Arbeitsplatz da.

Das können wir nicht bestätigen. Bei uns fehlen Leute ohne Ende. 103 sind allein in der Produktion zu wenig, wie sie selbst sagen. Wenn das unternehmerische Freiheit ist, öffnen sich Tür und Tor zum Lohndumping. Dann können nach Belieben Festarbeitsplätze durch Leiharbeit ersetzt, die Tarifverträge umgangen werden.

Jugendvertreter setzen sich für andere Azubis ein und wirken dadurch unbequem. Deshalb brauchen sie besonderen Schutz. Das darf nicht fallen, sonst bekommt Unternehmerwillkür freie Bahn.

Wir fordern sie auf, Lisa Gärtner, Benjamin Nadrowsky und die anderen Jugendvertreter unbefristet zu übernehmen. Das gilt auch für die anderen Azubis. Aus moralischen Gründen und weil sie gebraucht werden, ist es an der Zeit, die Jugendlichen nicht nur auszubilden, sondern auch unbefristet bei Opel zu übernehmen.

Vertrauensleute Bochum Werk 1
Beschlossen auf den Infostunden am 14.12.06 mit ca. 120 Vertrauensleuten

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