Published on Dezember 28th, 2006 | by Esitileti296

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Faschistische Morddrohung gegenüber Kassler Rebellen


11.12.06 – Kassel (Korrespondenz):
Nachstehend veröffentlichen wir einen Offenen Brief von Tobias Stroh, einen Rebellen aus Kassel. Der von Faschisten mit dem Tod bedroht wird. Mehr darüber erfahrt ihr, wenn ihr weiterlest.

Eines ist jedoch klar:
Wer einen von uns angreift, greift uns alle an!
Kein Fußbreit den Faschisten!
Sofortige Stilllegung der Homepage der Freien Kameradschaft Kassel und strafrechtliche Verfolgung der Hintermänner!
Für das Verbot aller faschistischen Organisationen und ihrer Propaganda!
Mach mit in MLPD und REBELL!

Offener Brief zur Morddrohung durch Kasseler Faschisten gegen meine Person

Mitte des Jahres 2006 erschien im Internet die Seite der neofaschistischen Freien Kameradschaft Kassel. Inzwischen dient vor allem das Internetforum dieser Seite dazu, dass sich die einzelnen Faschisten und Faschistencliquen in und um Kassel kennen lernen, austauschen und Aktionen planen. Die Betreiber der Seite haben Kontakte zu Neofaschisten in allen Bundesländer und sind regelmäßig bei Faschistischen Aufmärschen, Feiern usw. dabei.

 

Die Faschisten der Freien Kameradschaft Kassel sehen sich selbst als „nationale Sozialisten“ und bewerben dies auch mit der Parole „der Sozialismus der Zukunft ist national!“ Gleichzeitig ist die Seite seit einigen Wochen auch die Seite der sog. „Anti- Antifa Kassel“. Der erklärte Zweck der „Anti- Antifa“ ist es Antifaschisten anzugreifen, sie auszuschalten und Protest zu verhindern. Der Personenkreis der „Anti- Antifa“ und Freien Kameradschaft Kassel ist höchstwahrscheinlich der gleiche.

 

Ein Zitat eines Schreibers im Forum lautet:

„(…)Wen wir Anti Antifa Arbeit betreiben, dann soll diese effektiv sein. Zur Zeit können wir froh sein das es in KS keinen wirklichen antifaschistischen Widerstand gibt. Sollte es Personen geben die wirklich versuchen gegen nationale Strukturen vorzugehen werden wir uns wehren(…)!“

Solche Aussagen zeigen, dass sich die Faschisten in Kassel momentan in Sicherheit wähnen und in Ruhe ihre Organisation aufbauen können. Durch die Aufmerksamkeit der Kasseler Öffentlichkeit konnte in den letzten Wochen die faschistischen Umtriebe und Machenschaften um die Führung des Vereins „Spitze e.V.“ in Stadtteil Holland Nord aufgedeckt werden. Hier ist ein richtiger Weg eingeschlagen worden.

 

Wie das aussieht wenn solche Leute gegen Antifaschisten vorgehen, habe ich aktuell zu spüren bekommen.
Drei Tage nachdem ich mich in das Forum der Freien Kameradschaft Kassel, (dass frei zugänglich ist) eingeloggt hatte, wurden von dem Betreiber der Seite Fotos von mir sowie meine Handynummer und mein alter Wohnort mit folgendem Zitat veröffentlicht:

„Falls ihr Spitzel, V-Männer, Antifas, Polizisten, den Staatsschutz oder sonstige unerwünschte Personen hier im Forum bemerkt, könnt ihr deren Benutzernamen und mehr hier ins Thema reinsetzen und wir werden uns anschließend um sie kümmern.“

Und weiter heißt es dann noch:

„Hallo @Tobi…..du bist bald Geschichte!

 

Ich sehe das neben einem unrechtmäßigen Eingriff in meine Privatsphäre vor allem als Angriff auf eine antifaschistische Einstellung, die gemeinsam zurückgewiesen werden muss. Zumal es sich hier auch um eine offene Morddrohung gegen meine Person handelt. Dagegen werde ich auch gerichtlich vorgehen.

 

Wenn die Faschisten auch noch so auf Biedermann machen und sich volksnah geben, an solchen Punkten zeigt sich das sich alte und neue Faschisten in nichts unterscheiden. Die geschichtlichen Ereignisse und die gewalttätigen Übergriffe zeigen, dass Faschisten sich gnadenlos gegen alle „Andersdenkenden“ richten: gegen Gewerkschafter, Demokraten, Ausländer, Linke, fortschrittliche Christen usw. Nach Errichtung der Hitler Diktatur wurden zuerst die Gewerkschaften und dann alle Parteien verboten.

Die Androhung und Ausübung von Gewalt gehört dabei zum festen Repertoire – damals wie heute!

 

Deshalb geht es in meinem Fall auch ums Prinzip.
Bieten wir solchen Kräften die Stirn, oder lassen wir uns von den braunen Schlägern terrorisieren. Es ist ein Unding, dass solche Drohungen und Eingriffe in die Persönlichkeitsrechte ungestraft veröffentlicht werden dürfen.

 

Ich werde Anzeige gegen die Freie Kameradschaft Kassel stellen und fordere dabei, das die Fotos von mir sowie meine Handynummer, Wohnort usw. sofort von der Seite der Kameradschaft Kassel zu verschwinden haben. Aufgrund des extrem ausländerfeindlichen Hintergrunds der Website trete ich auch für eine Abschaltung der ganzen Website ein!

 

Ich möchte alle Leser dieses Briefes bitten mit mir gemeinsam eine breite Öffentlichkeit herzustellen und für ein Verbot der Freien Kameradschaft Kassel und aller faschistischen Organisationen einzutreten. Nach Artikel 139 im Grundgesetz dürfte es in Deutschland keine einzige faschistische Gruppe, Organisation oder gar Partei geben. Wer also hat ein Interesse daran das Freie Kameradschaften, NPD, DVU usw. nach wie vor existieren?

 

Für ein Verbot der Freien Kameradschaft Kassel und aller faschistischen Organisationen!

Tobias Stroh, Kassel den 11. Dez. 2006

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