Published on November 14th, 2006 | by Esitileti296
0„Studieren – (k)ein Privileg für Reiche?“
Ein Student sprach von seiner Angst, durch den Kampf ein Semester zu verlieren, was seine Eltern monatlich Geld kostet. Dazu meldeten sich vor allem Kollegen aus den Betrieben zu Wort. Ein Opel-Kollege ging auf seine Streikerfahrungen ein, dass es keinen Kampf ohne Risiko geben kann, dass systematische Vorbereitung und ein langer Atem nötig sind. Nur der organisierte Zusammenschluß macht stark, einzeln geht nichts. Davon sollten die Studenten für ihren Protest an der Uni lernen. Umgekehrt wurde aber auch betont, dass sich die Arbeiter und Angestellten genauso für die Vorgänge an der Uni interessieren müssen und nicht auf die Unternehmerpropaganda vom Studium auf Kosten der Steuerzahler reinfallen dürfen. Es ist eine Illusion wenn jeder für sich und seine begrenzten Interessen kämpft. Nur gemeinsam werden wir der herrschenden Politik erfolgreich entgegen treten können.
Ein Wissenschaftler appellierte an die große Verantwortung der Studenten für die Inhalte von Forschung und Lehre. Er berichtete, wie z.B. Impfstoffe gegen Tumore von der Pharmaindustrie aus Profitgründen der Menschheit vorenthalten werden. Er forderte dazu auf, sich für eine Wissenschaft Sturm zu laufen, die den Bedürfnissen der Menschen zugute kommt und sich dafür in der MLPD und im REBELL zu organisieren. Der Jugendverband REBELL stellte sich und sein Projekt, den Aufbau von Studentengruppen vor. Ein Student aus Duisburg trat für Zusammenarbeit statt Abgrenzung zwischen fortschrittlichen Gruppen an der Uni ein. Das wurde begrüßt.
Wenn MLPD und REBELL neue Gruppen an den Hochschulen aufbauen, dann auch um den organisierten Zusammenschluß zu fördern, ihre Beziehungen zu allen gesellschaftliche Bewegungen auszuspielen, vor allem zur internationalen Arbeiterbewegung, ihr Know How im Kampf, ihre Fachkompetenz und ihre bundesweite Vernetzung zur Verfügung zu stellen. Das sind wichtige Trümpfe im Kampf, wenn dieser erfolgreich und mit Perspektive geführt werden soll, für eine Gesellschaft in der nicht Monopolinteressen, sondern die Menschen im Mittelpunkt stehen.
Einstimmung wurde eine Resolution verabschiedet, die Ermittlungsverfahren gegen die 50 Studenten bei der Rektoratsbesetzung in Duisburg/Essen im Sommer 2006 zurück zu nehmen.

