Published on Oktober 16th, 2006 | by Esitileti296

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VW schickt Azubis in die Wüste

Der VW-Konzern will seine Mitarbeiter erpressen. Wenn sie nicht zu Zugeständnissen bereit seien, wird der neue Geländewagen »Marrakesch« in Portugal gebaut. Die Kollegen wollten das nicht hinnehmen, waren wütend und kampfbereit. Begründung von VW: Der Produktionsstandort Deutschland sei zu teuer, jedes Auto soll für 800€ weniger produziert werden. Die Arbeiter, die jedes Auto selbst schaffen, sollen nun das Problem sein.

Fakt ist doch, dass der Automarkt auf der Welt vollständig gesättigt ist. Deswegen kann jeder Konzern nur auf Kosten eines anderen Marktanteile ausbauen. Diese Konkurrenz hat sich zu einer gegenseitigen Vernichtungsschlacht der Automonopole entwickelt. Folglich bringt es nichts, sich auf das Konkurrenzdenken der Manager einzulassen. Jeder Euro mehr an Profit für VW wird wieder Arbeitsplätze kosten. Bei einem Konkurrenten und bei VW selbst, indem der Profit wieder investiert wird für Maschinen, die mit noch weniger Arbeitern zu bedienen sind. Die Arbeiter müssen die Logik der Kapitalisten durchbrechen.

Dazu sind sie auch immer mehr bereit und fordern es in der Gewerkschaft. Leider haben die Gewerkschaftschefs bei VW aber einen faulen Kompromiss ausgehandelt. Verkauft werden die Azubis in Wolfsburg. 2006 und 2007 werden sie alle nicht bei VW übernommen, sondern in der Auto5000 GmbH. Dort bauen sie den VW Marrakesch, aber für 20 % weniger Lohn. Einige Azubis müssen »Warteschleifen« drehen bis das neue Auto anläuft.

Laut  den Jugendvertretern in Wolfsburg »waren (Azubis) enttäuscht, weil sie zu Auto5000 wechseln sollten, andere fühlten sich anfänglich von VW verraten. „Doch mittlerweile hat sich vieles aufgeklärt und die Auszubildenden sind froh, dass der Betriebsrat für sichere und gut bezahlte Arbeitsplätze bis 2011 gesorgt hat.« Tatsächlich sollen die Azubis hier als Lohndrücker benutzt werden. Denn gleichzeitig sollen die Arbeitsplätze im VW-Haustarifvertrag dafür vernichtet werden. Die VW- und Auto5000-Belegschaft ist herausgefordert, zusammen mit den Automobilarbeitern anderer Belegschaften gegen Angriffe und Spaltung zu kämpfen und in die Offensive zu gehen. Unsere Unterstützung haben sie dabei.

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One Response to VW schickt Azubis in die Wüste

  1. Yanto says:

    Da ich Buko nicht kenne, halte ich lieber mineen Rand und beende ffcr mich diesen Diskussionsthread.Abschliedfend konstatiere ich jedoch, dass ich auf der Seite der Schwachen und Geknechteten stehe. Jawoll! Nicht immer, aber immer f6fter.

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