Published on Oktober 10th, 2006 | by Esitileti296

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Keine Nazis in Delmenhorst

Bremen (Korrespondenz), 22.09.06: Gestern fand in Delmenhorst (bei Bremen) eine antifaschistische Schülerdemo statt. Laut WESERKURIER nahmen daran etwa 3000 Schüler teil. Sie protestierten unter dem Motto “Keine Nazis in Delmenhorst” damit  gegen den Plan der Faschisten (Rieger und NPD) ein Hotel aufzukaufen und daraus ein faschistisches Schulungszentrum zu machen. Sie forderten auch einen Unterricht, der sich mit den heutigen Erscheinungsformen des Rechtsextremismus auseinandersetzt.

Gegen den geplanten Hotelverkauf an Neofaschisten hat sich eine breite
Aktionseinheit
gebildet, die von Sozialisten bis tief ins Bürgertum
(Geschäftsleute, CDU-ler etc)  reicht. Der bisherige Hotelbesitzer
Mergel, ein schmieriger Geschäftsmann, will für sein marodes Gemäuer 3
Mio. € haben – was laut Gutachten aber nur die Hälfte wert ist. Und nun
versucht er die Stadt zu erpressen mit dem Verkauf an  Faschisten, die
ihm die 3 Mio bezahlen würden.

Die Stadt Delmenhost bietet 1,6 Mio –
und 900 000.- € wurden von Antifaschisten bereits gesammelt, um die
geforderte Summe zusammenzubringen. Das ist zwar aller Ehren wert und
zeugt von zum Teil großer Opferbereitschaft. Aber ist das das richtige
Vorgehen gegen Neonazis? Öffnet man damit nicht die Tür für weitere
Erpressungen?

Gegen die Faschisten muss mit allen Mitteln
vorgegangen
werden. Sie dürfen keinen Fuß auf den Boden bekommen. Und
ihre Organisationen und Propaganda muss verboten werden. Der
gescheiterte NPD-Verbotsantrag zeigte, wie tief unsere Staatsorgane mit
den Neofaschisten verstrickt sind. Der Prozess scheiterte, weil ein
Großteil der NPD-Funktionäre gleichzeitig Mitglied des
Bundesverfassungsschutz sind und damit der Bundesregierung unterstehen.

Der Kampf gegen den Neofaschismus, für deren Verbot, wie es das
Grundgesetz fordert, ist daher untrennbar verbunden mit dem Kampf gegen
die Faschisierung des Staatsapparats
und der Aufdeckung der
Machenschaften der Regierung
.

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