Published on Oktober 22nd, 2006 | by Esitileti296

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Antifaschistisches Tribunal auf dem 12. internationalen Pfingstjugendtreffen

Unter dem Titel »Keinen Fußbreit den Faschisten! Brauchen wir das Verbot aller faschistischen Organisationen und der Verbreitung ihres faschistischen Gedankenguts?« wurde auf Initiative des Jugendverbands REBELL ein Antifaschistisches Tribunal durchgeführt. Zu Beginn hielt ein Richter folgende einleitenden Worte: »Der zwölfjährigen Tyrannei des Hitler- Faschismus wurde am 8. Mai 1945 ein Ende gemacht. Es war der Tag der Befreiung der Völker Europas – einschließlich des deutschen Volkes – von faschistischem Terror und imperialistischem Krieg. (…)


Diese unauslöschlichen Erinnerungen leben heute weiter in einem antifaschistischen Bewusstsein in der Bevölkerung Deutschlands. Wo faschistische Parteien und ihre Stoßtrupps auf der Straße auftauchen, brennt der antifaschistische Widerstand. Kein Fußbreit den Faschisten! Das ist der gemeinsame Nenner!« Das Antifaschistische Tribunal war eine öffentliche Anklageversammlung, in der 400 Teilnehmer die Faschisten anklagten, diskutierten und im Anschluss auch verurteilten.

Angeklagt wurden die Faschisten erstens für ihren Terror gegen die Arbeiter- und Volksbewegung und deren Organisationen! Angeklagt wurden die Faschisten zweitens für ihren Betrug und ihre sozialfaschistische Demagogie, mit der sie sich als scheinbare »Protestalternative« anbieten, die Arbeiter der verschiedenen Länder durch Ausländerhetze spalten wollen und die Verbrechen des Hitler-Faschismus rechtfertigen. Angeklagt wurde drittens die faschistische Kultur, mit der sie uns Jugendliche missbrauchen wollen durch Musik, Filme, so genannte »Kameradschaften«. Angeklagt wurden viertens die Hintermänner und Drahtzieher der Faschisten aus den Kreisen der bürgerlichen Parteien und dem Finanzkapital.

Als Zeitzeuge sprach Bruno Bachler aus Duisburg, er ist ein antifaschistischer Widerstandskämpfer und Überlebender des KZ Buchenwald. Er endete mit den Worten: »Am antifaschistischen Kampf arbeite ich mit 81 Jahren noch mit und will ihn so weit ich kann unterstützen.« Angeklagt wurden die Faschisten aber auch wegen ihrer extremen Frauenfeindlichkeit und ihrer Feigheit in Angriffen gegenüber Jugendlichen oder Ausländern, wo sie sich nur in großer Überzahl trauen aufzutreten. Aus vielen der Beiträge ging hervor, dass immer, wenn die Antifaschisten organisiert auftreten, die Faschisten isoliert und in der Minderheit sind. Allen Teilnehmern wurde durch die aktive Beteiligung der internationalen Gäste aus Italien, Iran, dem Kongo, den Philippinen und Togo deutlich, dass der Kampf gegen die Faschisten ein gemeinsamer und internationaler Kampf ist. Das Urteil des Tribunals war mit zwei Enthaltungen eindeutig: Für das Verbot aller faschistischen Organisationen und ihrer Propaganda!

Verbandsleitung des Jugendverbands REBELL

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