Published on Oktober 16th, 2006 | by Esitileti296

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Achtung Mercedes: Wer uns die Zukunft klaut, der hat auf Sand gebaut!

Ende September kündigte DaimlerChrysler an, bei Mercedes in Deutschland 8 500 Stellen abzubauen. »Sozialverträglich« soll das ablaufen. Das Unternehmen stellt sich darunter vor, dass Mitarbeitern Abfindungen bis zu 250.000€ brutto gezahlt werden, wenn sie freiwillig kündigen. Die Arbeitsplätze sind dann weg. Logische Konsequenz von DaimlerChrysler: In Zukunft sollen 20% weniger Auszubildende bei Mercedes lernen. In Deutschland sind das etwa 300 Ausbildungsplätze pro Jahr. Was soll an all dem sozialverträglich sein?

Es kann auch gut sein, dass die Manager mit Ausbildungsplatzabbau drohen, um dann schlechte Ausbildungen einführen zu können, die nur ein oder zwei Jahren gehen. Auch das ist nicht unser Interesse. Unsere Antwort muss eine Offensive sein: Der Umsatz pro Arbeitsstunde hat sich bei DaimlerChrysler in den letzten 15 Jahren verdreifacht. Unser Interesse ist die Verdopplung der Ausbildungszahlen auf 10% der jeweiligen Belegschaft, damit mehr Jugendliche Arbeit und Ausbildung bekommen. Die Arbeit muss auf mehr Schultern verteilt werden! Für die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich – für die Zukunft der Jugend und zur Entlastung der älteren Kollegen.

Das kann alle Arbeitsplätze erhalten und neue schaffen. Geld ist genug da. Ob es der Konzern für neue Profitjagden auf dem Weltmarkt einsetzt oder die Kollegen ihre Interessen durchsetzen: Das können die Arbeiter mit entscheiden, wenn sie kämpfen. Die Kraft haben sie dazu, MLPD und REBELL stehen dabei mit Rat und Tat zur Seite. Seit September haben wir vom REBELL unsere Einsätze vor den Toren der Lehrwerkstätten verstärkt.
Lars

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