Published on September 30th, 2006 | by Esitileti296

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Auszug aus »Galileo« – Hochschulzeitung der MLPD

Die »Galileo«-Redaktion hat Johannes Brückner, Verantwortlicher in der Verbandsleitung des REBELL für Oberschüler- und Studentengruppen befragt. »Galileo – Streitbare Wissenschaft« ist die Zeitung der Hochschulgruppen der MLPD.

Hannes, in der letzten Zeit haben wir es mit einer deutlich
politisierten Studentenbewegung zu tun. Was ist eure Schlussfolgerung?

Die Studentenbewegung hat sich in diesem Jahr deutlich belebt. Sei es
jetzt der Kampf gegen die Studiengebühren, gegen die Knebelung der
Wissenschaft und Bildung unter dem Profitinteresse der großen Monopole,
oder die Aktivitäten gegen Schulschließungen und für bessere
Bildungsbedingungen im Allgemeinen. Dies ist im Übrigen ein und
dieselbe Politik, wie AGENDA 2010 und Hartz IV. Deshalb müssen wir uns
zusammenschließen, mit den Montagsdemonstranten, den Arbeitern und
Auszubildenden in den Betrieben. Am besten geht dies organisiert. Wir
haben uns deshalb vorgenommen Schritt für Schritt in ganz Deutschland
Studentengruppen aufzubauen. Die erste Gruppe haben wir in Berlin, der
deutschen »Studentenhauptstadt « gegründet.


Wofür steht der REBELL?

Wir sind der Jugendverband der MLPD. Der Schwerpunkt unserer Arbeit
liegt zum einen in den Lehrwerkstätten der großen Konzerne in
Deutschland, unter Kindern und im Aufbau von Studentengruppen besteht
ein neues drittes Standbein. In den Studentengruppen sind Studenten-
und Oberschüler organisiert. Sie beschäftigen sich schwerpunktmäßig mit
der Politik an den Hochschulen, aber natürlich auch darüber hinaus mit
anderen gesellschaftlichen Problemen.

Der REBELL tritt für ein
kostenloses und einheitliches Schulsystem vom Kindergarten bis zur
Hochschule und für eine gründliche Schul- und Berufsausbildung ein. Zu
Beginn des neuen Schuljahres gibt es viel zu wenige Lehrer. Die Schüler
in den Oberstufen müssen für Mathe, Deutsch und Sport teilweise
zwischen 3 Schulen pendeln. Das ist doch ein Witz! Mit der bisherigen
Einführung der Studiengebühren in 3 Bundesländern ging die Zahl der
Erstsemestler bereits um 5,5 Prozent zurück. Soviel zur sogenannten
»Chancengleichheit « der SPD. Für den echten Sozialismus als
gesellschaftliches Ziel stehen wir, weil die Jugend eine Zukunft
braucht.


Vielen Dank für das Gespräch!

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