Published on September 5th, 2006 | by Esitileti296

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Appell an Bush und Co? über die Live 8 Konzerte


Kassel
(Korrespondenz): Live 8 war das größte Konzert in der Geschichte der Menschheit. Es fand zeitgleich und miteinander vernetzt in 9 Städten auf 4 Kontinenten statt. Über 2 Milliarden Menschen verfolgten über Radio und Fernsehen dieses Medienspektakel. Live 8 ist jedoch nicht nur ein Konzert, es ist eine ganze Kampagne.

In einer Abstimmung im Internet kann man sich den Forderungen von Live
Aid und Bob Geldorf anschließen. Bob Geldorf dazu: »Hier handelt es
sich zweifellos um einen Moment in der Geschichte, in der jeder die
Gelegenheit ergreifen kann, an etwas wahrhaft Imposantem teilzuhaben.
Der Forderung an die G8 Mitglieder, der Armut ein Ende zu machen. Die
G8 Mitglieder haben es in der Hand Geschichte zu schreiben. Sie werden
das aber nur tun, wenn Tausende von Menschen »Genug ist genug« zu ihnen
sagen. Durch eine Verdoppelung der Hilfe, den vollständigen Erlass
aller Schulden und durch nachhaltige Handelsgesetze für Afrika könnten
die G 8 die Zukunft von Millionen Männern, Frauen und Kindern ändern.«

Viele Jugendliche auf der ganzen Welt sind begeistert von der Idee des
weltumspannenden Protestes. Dies hat sich auch bei dem weltweiten
Widerstand gegen den Irak-Krieg gezeigt! Die Millionen Unterschriften
zeigen auch, wie viele Jugendliche eine Welt ohne Armut wollen und auch
dafür eintreten. Das zeigt uns, dass ein weltweiter Kampf um die
gleichen Forderungen, gemeinsam und gut organisiert, möglich und
notwendig ist.

Es ist aber lächerlich, die Regierungschefs der G8 um
die Bekämpfung der Armut zu bitten. Die Armut in Afrika ist durch die
Politik gerade dieser 8 Länder entstanden und wird unter ihrer Politik
immer größer. Ihnen zu sagen, sie sollen der Armut ein Ende setzen, das
ist wie der Katze zu sagen, sie soll die Maus beschützen.

Nur ein
Beispiel: Die französischen Truppen sorgen an der Elfenbeinküste seit
jeher für Angst und Schrecken und schlagen jeden Aufstand der
Bevölkerung blutig nieder. Der Diktator Mobutu aus dem Kongo bekam
ebenfalls Unterstützung durch die französische Regierung und sogar
Asyl, nachdem er von den Kongolesen verjagt wurde.

Dass Bush für die
Wirtschaftsinteressen seines Landes über Leichen geht, sehen wir in
Afghanistan oder im Irak. »Genug ist genug« haben Millionen Menschen
Bush demonstriert durch einen weltumspannenden Widerstand. Heute geht
es darum den berechtigen Widerstand der irakischen Volkes zu
unterstützen. Wir fordern den Rückzug aller deutscher Truppen aus dem
Ausland!
Der REBELL steht für das  Selbstbestimmungsrecht der Völker.

Die Länder Afrikas müssen wie in Bolivien, ihre Bodenschätze
verteidigen und das Recht haben sich für ihre Selbstbestimmung
einzusetzen, um sich von der Abhängigkeit zu befreien. Sie müssen dafür
kämpfen. Diese Kämpfe weltweit zu unterstützen ist die richtige
Solidarität.

Es wird oft das Bild dargestellt, dass die »armen
Afrikaner « sich gar nicht wehren können und wir ihnen auf die Beine
helfen müssen. Aber niemand kann für die Afrikaner die Freiheit
erkämpfen. Wir müssen sie in ihrem Kampf gegen die Ausplünderung ihrer
Länder unterstützen! Von solchen Kämpfen, aber auch den Widerstand der
breiten Massen in den Veranstaltungsländern war aber bei Live 8 nie die
Rede. »Let´s start revolution! Let´s change history«, meinte Madonna
auf der Bühne. Laßt sie uns in die Pflicht nehmen.


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