Published on August 27th, 2006 | by Esitileti296

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Traumjob-Arbeiter!

(Korrespondenz – Hannover): In der 10. Klasse stellt sich auch für mich die Frage: »Was soll ich nach der Schule machen?« Na klar wollte ich einen Job, der mir Spaß macht, in dem ich was bewegen kann und in dem man genug Geld verdient. Sich selbst verwirklichen in einem Job, dass ist es doch. Als ich mir dann überlegte, wo ich dies alles kriege, fiel mir am Anfang nichts ein.


Ich denke auch, dass in einem System, in dem nicht der Mensch sondern
der Profit im Mittelpunkt steht, man sich auch nicht selbst
verwirklichen
kann und es nicht darum geht. Doch es gibt eine Sache,
die ich wirklich will. Ich will für eine lebenswerte Zukunft ohne
Ausbeutung und Unterdrückung, den echten Sozialismus, kämpfen. Dies
kann ich am besten, wenn ich eine Ausbildung im Großbetrieb  mache.

Da
die Arbeiter hier alle Werte herstellen und auch aufgrund ihrer
Situation in der Produktion gewohnt sind, zusammen und gut organisiert
zu arbeiten, und damit die Kraft haben etwas zu verändern. Also wurde
ich Industriemechaniker.

In der Ausbildung habe ich  gelernt, dass es
Spaß macht handwerklich zu arbeiten. Man lernt dort wie man Metall
bearbeiten kann und wie man Maschinen repariert. Es war auch wichtig,
dass man sich immer Mühe gibt alles zu lernen und nicht nur schlau
daher redet. Wir müssen ja auch unser Handwerk können, wenn wir dann
den  Sozialismus aufbauen wollen.

Die Arbeit in einem Großbetrieb ist
oft anstrengend, aber auch spannend. Es ist ja an den meisten
Arbeitsplätzen nicht so, dass man immer nur das Gleiche macht. Die
Anlagen werden immer komplizierter und man steuert diese Anlagen. Also
es ist nicht so, dass die Arbeit langweilig ist und man seinen Kopf
nicht gebrauchen muss. In den Betrieben sieht man auch was in den
Arbeitern steckt
, wie viel Werte sie eigentlich schaffen und was für
eine Kraft sie haben, wenn sie sich zusammenschließen und kämpfen, wie
z.B. bei Opel in Bochum.

Heute bin ich stolz ein Arbeiter zu sein. 

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