Published on August 27th, 2006 | by Esitileti296

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Lehrmittelfreiheit? Schön wär´s!

In Deutschland gibt es ein Lehrmittelfreiheitsgesetz, das seinen Namen schon lange nicht mehr verdient, weil Eltern sich schon bisher mit einem Drittel an den Kosten für Lehrmittel beteiligen mussten.

Letztes Jahr hat die Landesregierung NRW den Selbstkostenbeitrag um ein Drittel erhöht, die Begründung dafür war, dass die Preise ja ebenfalls stiegen. Die Landesregierung erließ ein »Gesetz zur finanziellen Entlastung der Kommunen«. Deshalb wurde der Anteil für die Elternbeteiligung von bis dahin 33 % auf 49 % erhöht.

In Wirklichkeit bedeutet dies, dass die höheren Kosten einfach auf die Eltern abgewälzt wurden. Dieses Beispiel der heimlichen Erhöhung zeigt nur ein weiteres Mal auf, wie unverschämt und verlogen die Politiker in Bund, Ländern und Kommunen uns unser schon weniges Geld einfach aus den Taschen reißen.

Dies ist ein weiteres Beispiel dafür, dass sie keinen Lebensbereich auslassen. Die Lehrmittel führten in den letzten Jahren schon oft zu finanziellen Problemen. Doch im Zeitalter der Agenda 2010 und des kommenden Hartz IV-Gesetzes, wird das Geld für die breite Masse der Bevölkerung noch knapper. Allein für den Anteil an Schulbüchern müssen unsere Eltern im Schnitt 39 Euro pro Kind und Schuljahr. Dazu kommen noch die ganzen Kosten für Schreibwaren, Hefte, Schulranzen usw.

Man muss sich überlegen, dass man nur für die Einschulung fast 200 Euro für die ganzen Materialien bezahlt. Eine gute Methode Kosten zu sparen ist, wenn man in seiner Schulklasse, in der Berufsschule gemeinsam sich Materialien bei Großhändlern wie die »Metro« besorgt, denn so spart man einiges an Geld. Jetzt kommt es darauf an, dass wir etwas gegen die Erhöhungen, aber vor allem etwas gegen die Berliner Politik machen.

Timo

Der Jugendverband REBELL fordert daher:

  • Eine gründliche Schul- und Berufsausbildung!
  • Ein kostenloses und einheitliches Schulsystem vom Kindergarten bis zur Hochschule
  • Vollständige Lern- und Lehrmittelfreiheit!


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